Montag, 26. Mai 2014

Geodäsie & Navigation der Hochschule Karlsruhe zu Besuch am IVGI





Am 14. Mai besuchten uns im Rahmen einer Exkursion in die Schweiz 27 Studierende des Studiengangs 'Geodäsie und Navigation' unter der Leitung der Herren Proff. Saler und Müller.




Interessierte Studierende bei der Einführung

Nach einem Überblick über die Möglichkeiten des Studiums in Geomatik und Geoinformationstechnologien an der FHNW (R. Gottwald) sowie dem Mittagessen in der Mensa der FHNW gab S. Nebiker mit seinem Team einen ausführlichen Überblick über die diversen Aktivitäten des IVGI im Bereich der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung. Nach einem Rundgang durch Institut und Hochschule mit einem Abstecher aufs Messdach und in das Mobile-Mapping-Labor reisten unsere Besucherinnen und Besucher weiter Richtung CERN.

Besuch im Mobile-Mapping-Labor


Ein Rundblick für die Studierenden vom Messdach

Donnerstag, 8. Mai 2014

Neue Crowdsourcing Lärm-App

Lärm ist ein wichtiges Thema im Bereich Umwelt und Gesundheit. Lärm wird von uns allen erzeugt und je nach Stärke des Lärms leiden wir mehr oder weniger darunter. Um vor allem Schülern einen einfachen Zugang zu dieser Thematik zu gewähren, haben wir am Institut eine Applikation entwickelt, welche es erlaubt, dass Freiwillige Lärmmessungen irgendwo in der Schweiz erfassen, in eine zentrale Datenbank laden und dann in einer Karte visualisieren können. Die Anwendung läuft auf allen mobilen Endgeräten, die einen Standard-Webbrowser unterstützen.
Die Anwendung besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen: Die erste Anwendung erlaubt es, ortsbezogen einen Decibelwert einzugeben.
Eingabe eines gemessenen Decibelwertes

Um zum Decibelwert zu gelangen stehen diverse Apps zur Verfügung
(zB. LärmApp für iOS oder Sound Meter für Android). Die gemessenen Decibelwerte werden nun über diese erste Anwendung eingetragen. Dabei ist es möglich, dass der Anwender die Position der Messung selbst in der Karte angibt oder aber er verwendet die im mobilen Endgerät zur Verfügung gestellte Positionierungseinheit. Wurde eine Messung erfasst, kann diese über eine online Datenverbindung auf den zentralen Server hochgeladen werden. Steht keine online Datenverbindung zur Verfügung, werden die erfassten Messungen auf dem mobilen Endgerät zwischengespeichert und können so bald eine online Datenverbindung wieder besteht, als Ganzes auf den Server geladen werden.
Hochladen der gemessenen Werte in die zentrale Datenbank
Der zweite Teil der Anwendung zeigt nun die Visualisierung der Messungen in einer Karte. Die Karte wird in einem Intervall von ca. 5 Sekunden aktualisiert. Somit ist die Information in naher Echtzeit verfügbar. Die Lärmmessungen werden in Form einer „Wärmekarte“ dargestellt.
Visualisierung der gemessenen Lärmwerte in einer Karte

Die Anwendung kann von allen Interessierten jederzeit genutzt werden.
So können Lehrkräfte bspw. einfach zum Thema Lärm ein Quartier „messen“ oder „Lärm kartieren“ und damit die Thematik auch ausserhalb des Klassenzimmers anschaulich bearbeiten.

Die Links zu den beiden Anwendungsteilen lauten:
Anwendung für die Lärmdatenerfassung:

Anwendung für die Lärmdatenvisualisierung:


See You Projekte in Grenchen

Im April wurden in Grenchen mit zwei Sekundarklassen je ein See You Projekt durchgeführt. Ziel der Projekte war die Evaluation der Mobilität der Jugendlichen. Die Projekte wurden federführend vom Kinderkraftwerk durchgeführt. Das IVGI unterstützte dabei die Projektleitung mit der technischen Infrastruktur (GPS Loggers und Webanwendung) und erstellte die Auswertung der Daten und deren Visualisierung. 
Auswertung: Analyse der gesammelter Daten bezüglich der Schulwege über Mittag

Die Ergebnisse der Auswertungen der gesammelten GPS Daten der Schülerinnen und Schüler wurden in zahlreichen Karten anlässlich von Workshops mit den Jugendlichen direkt in Grenchen präsentiert und mit ihnen diskutiert. Dabei gab es interessante Rückmeldungen und spannende Erkenntnisse sowohl für die Jugendlichen als auch für die Projektleitung. 
Auswertung: Analyse aller gesammelter Daten über den gesamten Untersuchungszeitraum

Hintergrund des Projektes ist es, dass die Stadt Grenchen das UNICEF Label ‚Kinderfreundliche Stadt‘ anstrebt. Auf diesem Weg war das See You Projekt eines von zahlreichen Tools, die in diesem Prozess eingesetzt wurden.
Jugendliche bei der Auswertung am System 'See You' anlässlich eines der Workshops in Grenchen

Montag, 5. Mai 2014

Bewegt es sich…

… das Felssturzgebiet “Schwanderbärgli“ in Schwanden bei Brienz? Wenn ja, wieviel und in welche Richtung? Langsamer, gleichbleibend oder schneller als in den vergangen Jahren? Die Einwohnergemeinde Schwanden möchte es wissen! In deren Auftrag werden Studierende des 6. Semesters die Deformationen im Rahmen eines Blockkurses vom 12. - 23. Mai 2014.messen, berechnen, analysieren und visualisieren. Das Vermessen des ca. 7 Millionen Kubikmeter umfassenden Bergsturzgebiets auf einer Fläche von rund 30 Hektaren ist eine typische Ingenieur-Geodätische Aufgabe, die von allen viel abverlangt. Das integrale Ausbildungsprojekt umfasst die Vertiefung der Kompetenzen in der Mess-, Auswerte- und Visualisierungstechnik und vereinigt dabei die Aspekte der Organisation, der Kommunikation, der Betriebsökonomie und der Öffentlichkeitsarbeit.

Zum ersten Mal stehen dabei unsere im Dezember 2013 neu angeschafften Messsysteme (GNSS-System Viva und Multistation MS50) von Leica Geosystems und das neue Präzisions-Digitalnivellier (DiNi03) von Trimble im Einsatz. Insbesondere sind wir auf die Erfahrungen und Möglichkeiten mit der MS50 gespannt, die wir nebst den präzisen tachymetrischen Aufnahmen für das Scannning der Schwergewichtsmauer “In Brüchen“ einsetzen werden, um deren Bewegungen flächenhaft zu erfassen.

Ein Projektbeschrieb und die aufbereiteten Resultate von 1989 bis 2012 sind zu finden unter http://web.fhnw.ch/habg/projekte/brienz/ .

«Schönster und interessantester Arbeitsplatz der Schweiz» Messteam Ägerdi 2010.