Donnerstag, 14. Januar 2016

Masterforum 2016

Mit dem MasterForum 2016 begann das neue Jahr am Institut Vermessung und Geoinformation mit spannenden Vorträgen und Einblicken in unterschiedliche Geoinformationsthemen.  In diesem Jahr haben 4 Masterstudierende ihre Abschlussarbeit geschrieben. Die Studierenden konnten am 7. Januar ihre Arbeiten vor zahlreich versammeltem Publikum präsentieren. Der Hörsaal war fast bis auf den letzten Platz besetzt. Im Publikum sassen interessierte Mitstudierende, viele ehemalige Studierende, Mitarbeitende des Instituts und viele auswärtige Gäste sowie auch Projektpartner der Abschlussarbeiten, welche die Resultate der Diplomierenden mit Spannung erwarteten. Während dem Apéro, welcher dieses Jahr wieder von Leica Geosystems gesponsert wurde, konnten die Resultate der Thesen live präsentiert und diskutiert werden. Die Ergebnisse und der diesjährigen Masterarbeiten sind hier als Poster und Videos publiziert.
Die Absolvierenden: Bettina Rudolph, Christian Lindenberger, Michael Zwick und Peter Hötzendorfer

Präsentation der Masterthesen

Der Apéro wurde freundlicherweise von Leica Geosystems gesponsert

Kurzübersicht der Masterthesen:

Michael Zwick: „AR App Swissarena - Untersuchungen zur erweiterten interaktiven Nutzung der Swissarena im Verkehrshaus der Schweiz mittels Augmented Reality“

Die Thesis untersuchte, ob die Swissarena im Verkehrshaus der Schweiz interaktiv – unter Verwendung von Augmented Reality - in einer Applikation verwendet werden. Der Boden der Swissarena ist mit einem Luftbild der Schweiz tapeziert. Es dient der Applikation als Grundlage zur Überlagerung von Objekten im dreidimensionalen Raum. Die Benutzenden sollen sich auf dem Luftbild bewegen und virtuelle Inhalte in der Applikation auf einem mobilen Gerät verfolgen können.
Mit dem Prototyp konnte gezeigt werden, dass sich die Swissarena für die interaktive Nutzung mithilfe einer Augmented Reality Applikation sehr gut eignet. Auch erste Nutzungen liessen das Begeisterungspotenzial mit dieser Technologie klar erkennen. Die entwickelte Markerkombination und der verwendete Inhalt ist leistungsfähig und robust, hat aber auch Grenzen bezüglich Datengrösse und Prozessorleistung.

Demonstration der Applikation mit einem Ausschnitt des Orthophotos

Peter Hötzendorfer: „Variantenvergleich möglicher Fahrradschnellverbindungen zwischen Aarau und Olten mittels Fahrradrouting“

In den letzten Jahren ist die Belastung des Schweizer Verkehrsinfrastrukturnetzes so stark angestiegen, dass es zu Spitzenzeiten überlastet ist. Eine Problemlösung ist die Verlagerung von kurzen bis mittellangen Strecken im Alltagsverkehr auf das Velo. Die Ansprüche an Direktheit und Qualität sind im Alltagsverkehr höher, als im Freizeitverkehr. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, gibt es das Konzept der Veloschnellverbindung. Es gibt bisher kein Modell welches vor der eigentlichen Planung objektiv das Potenzial schätzt, sowie die Tauglichkeit des bereits bestehenden Netzes für eine Veloschnellverbindung bewertet.
Im Untersuchungsgebiet zwischen Aarau und Olten wurde ein solches Modell entwickelt, welches das Potenzial schätzt. Zudem berechnet es auf Grundlage einer Tauglichkeitsbewertung mit dem Dijkstra - Routingalgorithmus diejenige Route, welche am ehesten den Ansprüchen einer Veloschnellverbindung entspricht. Die Datengrundlage bilden ausschliesslich kostenlose Daten, wie z.B. OpenStreetMap Daten. Diese werden zusätzlich auf ihre Eignung zur Lösung des Problems untersucht.

Peter Hötzendorfer präsentiert das Poster seiner Master-Thesis

Bettina Rudolph: Bildbewertung und -analyse von statischen Webcam-Aufnahmen für die Detektion von langsamen Entwicklungen

Ziel der Arbeit war die Entwicklung einer Methode zur Erkennung meist langsamer Baufortschrittsveränderungen und Bewertung der erkannten Veränderungen. Vorbereitend wurde dafür eine Übersicht über bestehende Change Detection / Background Subtraction-Methoden erarbeitet.
Bettina Rudolph präsentiert das Prinzip der Veränderungsanalyse mit Webcams

Christian Lindenberger: „Render-Techniken für komplexe Cloud-basierte 3D-Stadtmodelle“

In dieser Arbeit wurde untersucht, ob mit Hilfe der Rendersoftware POV-Ray und dem 3D Portrayal Service Visualisierungen von 3D-Stadtmodellen über das Internet möglich sind. Mit Hilfe von Python und Flask wurde eine Webapplikation entwickelt, welche beliebige Auschnitte aus einem 3D-Stadmodell serverseitig rechnet und auf dem Client darstellt.

Serverseitiges Rendering am Beispiel des 3D-Stadtmodells Adelaide