Montag, 18. Dezember 2017

Public Release des Alters-Atlas

Am Freitag, 15. Dezember wurde nach einer langen und intensiven Projektphase der Alters-Atlas der FHNW öffentlich publiziert (siehe www.altersatlas.ch). Im Rahmen der Strategischen Initiative «Alternde Gesellschaft» wurde in Zusammenarbeit zwischen dem Institut Vermessung und Geoinformation HABG und dem Institut für Wirtschaftsinformatik HSW eine interaktive Informations-Plattform Alters-Atlas konzipiert und umgesetzt. Diese steht nun via Internet einer Vielzahl von Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung.
Mit dem Alters-Atlas wurde das Ziel verfolgt, den Altersstrukturwandel in seinen sozialräumlichen und lebenslagenspezifischen Dimensionen, z.B. der Altersgruppenverteilung oder demographischen Entwicklung, mittels einer ‚Landkarte der alternden Gesellschaft’, insbesondere für die Trägerkantone der FHNW: Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn, visuell darzustellen. Dabei war der Anspruch die erläuternden und verknüpfenden Dimensionen der Altas-Tradition zu übernehmen, aber etwas weg zu kommen vom Image des dicken verstaubten Bibliothekbuchs, das manchen Atlanten scheinbar anhaftet.
Abbildung 1: Startseite des Alters-Atlas.
Die Startseite des Alters-Atlas ermöglicht verschiedene Einstiege in das Thema «Alternde Gesellschaft», nämlich über die sogenannten Lebenslagen oder über verschiedene Themen und Schlagwörter (Tags). Es kann jedoch auch eine zufällige Information aufgerufen oder nach spezifischen Begriffen gesucht werden. Unabhängig vom Einstieg sind die Inhalte dahinter als «Karten» konzipiert, die sich mit Titel, einer Visualisierung und einer kurzen Beschreibung mit jeweils einem Thema beschäftigen.
Abbildung 2: Beispiel einer «Karte» zur Entwicklung des Bildungsstandes älterer Menschen – inkl. Navigation zu weiteren Karten rechts oben.
Die Karten wurden zu einem Netzwerk von Informationen verknüpft, so dass entlang der Verbindungen inhaltliche Geschichten erzählt werden können. Aber auch eine freie Erkundung der Inhalte innerhalb des Netzwerks ist möglich. Die Verknüpfungen einer Karte werden jeweils oben rechts im Fenster als Teil des Netzwerks dargestellt. Dieser Ausschnitt des Netzwerks dient direkt der Navigation zwischen den Karten, wobei die grüne Linie die empfohlene Geschichtenlinie widerspiegelt und alle darunterliegenden Titel Verbindungen zu thematisch verwandten Karten sind.

Abbildung 3: Typische Diagrammarten im Alters-Atlas.
Ein weiterer Anspruch an den Alters-Atlas war, dass er Inhalte aus verschiedenen Datenquellen darstellen soll. Diese Quellen sind der Alters-Survey, weitere Projekte der SI Alternde Gesell-schaft sowie statistische Daten, wie z.B. vom Bundesamt für Statistik. Da die Datengrundlage sehr unterschiedlich ist, wurden mehrere Diagrammtypen (Abbildung 3) definiert, so dass qualitative und quantitative Daten visualisiert werden können.

Nach dieser kurzen Einführung in den Alters-Atlas wünschen wir Ihnen frohes Erkunden!
http://www.altersatlas.ch/

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Zukunftstag 2017 – 86 Schülerinnen und Schüler zu Besuch an der FHNW in Muttenz

Im Rahmen des nationalen Zukunftstags am 9.11.2017 wurden am Standort Muttenz sieben ganztägige Workshops für Mädchen angeboten, die alle bis auf den letzten Platz ausgebucht waren. Mit viel Begeisterung und Staunen wurden Roboter gebaut, Brücken konstruiert, leuchtende Flüssigkeiten pipetiert und eigene Webseiten entworfen. Neu dabei waren zwei Workshops zum Thema Licht und Recycling & Ressourcen.
Im Geomatik-Workshop durften die Mädchen kreativ werden beim Darstellen von Lärmkarten 
Im Geomatik-Workshop konnten die 5.-7. Klässlerinnen ihre eigenen Lärmkarten visualisieren, wobei einige Kunstwerke entstanden. Am Nachmittag war exaktes Vermessen und ‘5erli’-Suchen angesagt. Einen Einblick in die Geoinformatik erhielten die Mädchen im Informatik-Workshop. Hierbei durften sie mit der Programmiersprache Python ihre erste kleine Anwendung programmieren.
Der Nachmittag im Geomatik-Workshop war dem Vermessen gewidmet
Ihre erste Programmiersprache (Python) konnten die Schülerinnen im Informatik-Workshop lernen.
Die Mitarbeitendenkinder durften sich am Zukunftstag auch wieder über ein abwechslungsreiches Programm von Photogrammetrie über Architektur bis hin zu Energie und Nachhaltigkeitsfragen freuen.
Kinder von Mitarbeitenden im Architekturworkshop
Somit belebten am Zukunftstag 2017 86 Schülerinnen und Schüler die FHNW in Muttenz und belohnten alle Helferinnen und Helfer mit begeisterten und wissbegierigen Kinderaugen.

Montag, 27. November 2017

IVGI an den Leica Geomatik News

Die Leica Geomatik News bieten jeweils eine gute Gelegenheit, um sich mit den aktuellen Entwicklungen der Vermessungsbranche vertraut zu machen. In verschiedenen Vorträgen werden die Trends von heute und morgen interessant und praxisnah präsentiert. Die Spannweite der Themen reichte dieses Jahr von Laserscanning und BIM bis zu der Entwicklung von autonomen Baggersystemen. Als Moderator führte Prof. Dr. David Grimm das Publikum durch die Vorträge.
Zudem werden an der Fachausstellung die Neuheiten verschiedener Firmen vorgestellt. Auch das IVGI war dieses Jahr wieder mit einem Stand an der Ausstellung vertreten. Neben der Werbung für die Studiengänge des IVGI (speziell für den Zertifikatslehrgang "Geoinformation und BIM") lag der Fokus des Standes  auf der Präsentation von aktuellen Projekten des Institutes. So konnten die Besucher die preisgekrönte Augmented-Reality-App "swissARena" selbst testen.
Speziell das Interesse der Besucher wecken konnte der Prototyp eines Indoor-Erfassungssystems, welcher im Rahmen des KTI-Projektes BIMAGE entwickelt wird. Der Projektverantwortliche Stefan Blaser konnte den interessierten Besuchern gleich vor Ort die Funktionsweise des Systems erläutern. Um die Einsatzfähigkeit des Rucksackes zu demonstrieren, führte er zudem einige Aufnahmen durch, welche jeweils live auf dem Bildschirm am Stand verfolgt werden konnten.
Stefan Blaser bei der Vorstellung des Indoor-Erfassungssystems

Im Vordergrund der Kartenteppich für die Augmented-Reality-App "swissARena"

Freitag, 24. November 2017

TecDay an der Kantonsschule Menzingen ZG - "Augmented Reality: Erwecke deine Karte zum Leben"


Donnerstag 23.11.2017

Der dritte TecDay an der Kantonsschule Menzingen (ZG), organisiert von der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften SATW, war ebenso, wie der ersteund zweiteTecDay, ein voller Erfolg. Mit dem 90-minütigen Modul über AR und VR konnten die über 30 Schülerinnen und Schüler für die Thematik und für Geomatik begeistert werden. Das Ziel des TecDays – die Begeisterung und Sensibilisierung von Gymnasiastinnen und Gymnasiasten von technischen Disziplinen – konnte mit Flair umgesetzt werden. Dazu beigetragen hat auch die schöne Lage der Kantonsschule Menzingen mit der entsprechenden Aussicht.

Die Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, neben kurzen Einblicken in Orthophoto, AR und VR, unterschiedliche AR- und VR-Applikationen selbst auszuprobieren und erleben zu können.
Sie konnten dazu in die virtuelle Welt von Augusta Raurica eintauchen oder sich in der erweiterten Realität SwissARena - mit dem speziell für den TecDay angefertigten Luftbild von Menzingen und Umgebung - bewegen. Die Spannung und Aufmerksamkeit einiger Gymnasiasten und Gymnasiastinnen wurde ebenfalls von der HoloLens geweckt.


Wir freuen uns bereits auf den nächsten TecDay in Lugano am nächsten Mittwoch mit interessanter italienischsprachiger Vertretung.


Erkundung der unterschiedlichen AR & VR Applikationen

Gymnasiasten und Gymnasiastinnen der KSM entdecken, SwissARena und AugustarRaurica

Montag, 20. November 2017

IVGI an der Wanderausstellung «Achtung Technik Los!» in Birsfelden

Am Montag dem 13. November war die Wanderausstellung «Achtung Technik Los!» am Oberstufenschulhaus in Birsfelden zu Gast. Mit der Wanderausstellung, an der sich die Hochschule für Technik und die Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik beteiligen, werden Jugendliche der Sekundarstufe I für technische Fachrichtungen und Berufe begeistert. Auch das Institut Vermessung und Geoinformation war mit dem Augmented Reality Sandkasten vor Ort.
Im Augmented Reality Sandkasten können frei erfundene oder von Karten abgelesene Landschaftsmodelle gestaltet werden. Höhenlinien und eine Höhenfarbskala werden in Echtzeit auf das Modell projiziert. Auch das Ablaufverhalten von Wasser im Landschaftsmodell kann mit einer Regensimulation interaktiv erforscht werden.
An der «Achtung Technik Los!» hatten über 150 Jugendliche die Gelegenheit sich beim Sandkasten-Spiel von aktueller Messtechnologie und ihrer möglichen Anwendung für die Vermittlung von Schulwissen (z.B. Höhenmodelle und Höhenlinien) begeistern zulassen und gleichzeitig den Fachbereich Geomatik und seine Berufsperspektiven kennenzulernen.
Jugendliche bem Modellieren am Augmented Reality Sandkasten (Bild: tunSolothurn Nov. 2016)


Abschiedsvorlesung Prof. Dr. Reinhard Gottwald

Nach über 26 Jahren als Professor für geodätische Messtechnik, nach 17 Jahren als Studiengangsleiter und 16 Jahre als Abteilungs- resp. Institutsleiter wurde Prof. Dr. Reinhard Gottwald am 6. November 2017 in seine wohlverdiente Pension verabschiedet. Zu seiner Abschiedsvorlesung zum Thema «Geomatik 4.0 – Die digitale Revolution in der geodätischen Messtechnik … ?» kamen viele seiner ehemaligen sowie aktuellen Studierenden, Arbeitskolleginnen und -kollegen aus der ganzen FHNW und auch viele externe Fachkollegen.



Prof. em. Bruno Späni, ehemaliger Leiter des Instituts Vermessung und Geoinformation und
Direktor der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik stand über einem Jahr nach seiner eigenen Pensionierung wieder am Rednerpult in der Aula und hielt eine Laudatio für Reinhard Gottwald. Er erzählte von Reinhard Gottwalds Anfängen an der damaligen Ingenieursschule beider Basel (IBB) vor über 26 Jahren. Erst als Dozent für geodätische Messtechnik angestellt, übernahm Reinhard Gottwald einige Jahre später die Studiengangsleitung und bald darauf die Abteilungsleitung des jetzigen Instituts Vermessung und Geoinformation. Zusätzlich zu seiner Tätigkeit am Institut hat Reinhard sich auch in dem Ressort Ausbildung und Qualität der FHNW eingebracht.




Prof. Dr. Eugen Voit, Executive Vice President von Leica Geosystems AG, der zweite Laudatio-Redner konzentrierte sich auf die Zeit Reinhards vor seiner Anstellung an der IBB/FHBB/FHNW, auf seine berufliche Reise entlang des Rheins von Deutschland in die Schweiz.




Danach konnten die über 200 Teilnehmenden des Anlasses Reinhard Gottwalds abwechslungsreicher Abschiedsvorlesung zum Thema «Geomatik 4.0 – Die digitale Revolution in der geodätischen Messtechnik … (?)» folgen. Die Vorlesung bot einen erhellenden Abriss der jüngeren Geschichte der geodätischen Messtechnik sowie ein Ausblick in die Zukunft der Branche.

Den Abschluss der Veranstaltung machte ein reichhaltiges Apéro-Buffet. Beim Essen und Trinken konnte man alte Bekanntschaften wieder aufleben lassen, neue knüpfen und sich natürlich persönlich von Reinhard Gottwald verabschieden.



Für den «Unruhestand» wie Reinhard seine nächste Lebensphase immer genannt hat, wünschen wir ihm viel Freude, gute Gesundheit und schöne Erlebnisse



Freitag, 17. November 2017

FHNW am Tag der Geomatik an der ETH Zürich

Mittwoch, 8.11.2017
Am FHNW-Stand am Tag der Geomatik, welcher dieses Jahr von der ETH Zürich, auf dem Hönggerberg organisiert wurde, konnten die Besucher die Geomatik mittels ‘Augmented’- und ‘Vitual-Reality’, zum Greifen nah erleben. 

Bild 1 Besucher erleben am Tag der Geomatik  «Augmented Reality»
Der ausgelegte Orthophoto-Teppich erlaubte es den Besuchern zunächst in analoger Form die Region Zürich von oben zu betrachten. Mit der SwissARena App, welche an der FHNW für das Verkehrshaus der Schweiz entwickelt wurde, kann ein Livebild dieser Orthophotokarte auf dem Smartphone oder Tablet mit verschiedenen Echtzeit-Informationen erweitert werden. So ist es möglich, das aktuelle Wetter auf das Orthophoto zu überlagern, Orte zu suchen oder Flugzeuge und Züge auf ihrem aktuellen Weg, über und durch die Schweiz, ein Stück zu begleiten.
Bild 2 Ein virtuell eingeblendetes Flugzeug fliegt über den Orthophoto-Teppich
Nebst ‘Augmented-Reality’ konnten die Besucher dank ‘Vitual-Reality’ auch komplett in die 3D-modellierte Römerzeit in Augusta Raurica eintauchen.
Die Besucher und Schulklassen, welche meist noch gar nie etwas von Geomatik gehört hatten, konnten so auf eindrückliche Weise, dieses spannende und zukunftsgerichtete Berufsfeld mit seinem #Arbeitsplatz-Erde kennen lernen und werden hoffentlich demnächst #geomatikstudieren.

Dienstag, 14. November 2017

Fachhochschultag an der Baugewerblichen Berufsschule Zürich

Dienstag, 7.11.2017
Am Fachhochschultag an der Baugewerblichen Berufsschule Zürich konnten sich Lernende, Berufsmaturandinnen und Berufsmaturanden über weiterführende Studiengänge informieren. Der Dienstagnachmittag reichte aus, um vier 45-minütige Präsentationen unterschiedlicher Studienrichtungen zu besuchen. Es waren 42 verschiedene Fachhochschulinstitutionen am Anlass beteiligt. Darunter war auch das IVGI der FHNW mit den Geomatikstudiengängen vertreten.
Dr. David Grimm, frischberufener Professor für Messtechnik und Ressortleiter Nachwuchsförderung, präsentierte in einem packenden Kurzvortrag die wichtigsten Informationen zum Geomatikstudium. Die Neuerungen, die der Umzug in den neuen Campus Muttenz Mitte 2018 mit sich bringen wird, blieben dabei nicht unerwähnt.
Anschliessend stellten die wissenschaftlichen Mitarbeiter Pascal Schär und Stefan Blaser einige der zahlreichen Forschungsaktivitäten des Instituts vor. Die Lernenden erlebten in einer Live-Demo, wie das Klassenzimmer, mithilfe eines Messrucksacks, bestückt mit Panoramakamera, Laserscanner und Inertialmesseinheit, in Echtzeit digital erfasst und gleich kartiert wurde. Mit der Panoramakamera wurde je ein Gruppenfoto erstellt. Der Messrucksack ist eine Eigenentwicklung, die im Rahmen des KTI-Forschungsprojekts «BIMAGE» erfolgte. Des Weiteren konnten sich die Lernenden mit «Virtual Reality» in die Römerstadt Augusta Raurica zurückversetzen lassen. Mit der «Augmented Reality»-App «Swissarena» – Gewinnerin des PrixCarto 2017 – kann auf dem Orthophoto zum Wohnort navigiert werden. Gleichzeitig lassen sich die aktuelle Wetterlage sowie den Luft- und Bahnverkehr betrachten. Beide «Augmented»- und «Virtual Reality»-Applikationen hatten ihren Ursprung als Studentenarbeiten.
Die Lernenden erfuhren die Geomatik als eine breite, vielseitige und topaktuelle Disziplin mit sehr guten Berufschancen. Neben den Präsentationen blieb ausreichend Zeit, um Fragen zum Studium zu beantworten.

Infos zum Geomatikstudium von Prof. Dr. David Grimm
Gruppenfoto als Panoramaaufnahme, erstellt mit dem Messrucksack BIMAGE.CapturePro

Montag, 13. November 2017

TecDay an der Alten Kantonsschule Aarau «Augmented Reality: Erwecke deine Karte zum Leben»


Donnerstag 9.11.2017

Bereits zum zweiten Mal bestreitet das Institut Vermessung und Geoinformation an einem TecDay ein Modul (erster TecDay Blog). An diesem Tag werden in einem Gymnasium unterschiedliche Module à 90min für die Schülerinnen und Schüler angeboten, mit dem Ziel die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten für technische Disziplinen zu gewinnen. Die Absicht ist es, die Schülerinnen und Schüler der alten Kantonsschule Aarau, mit dem Modul «Augmented Reality: Erwecke deine Karte zum Leben» für die Geomatik zu begeistern. Dabei konnten interessante AR und VR Anwendungen selbst ausprobiert und erlebt werden. Vorgestellt wurde die SwissARena App mit dem dafür speziell angefertigten Luftbildteppich von Aarau. Zusätzlich konnten die AR Brille HoloLens sowie eine virtuelle Begehung von Augusta Raurica erkundet werden. Der Entwickler der Augusta-Raurica-Applikation war am TecDay ebenfalls mit von der Partie und konnte dadurch vertiefte Einblicke in das Projekt wiedergeben. Zusätzlich zu diesen neuen Technologien wird versucht, den Schülerinnen und Schüler ein Grundverständnis von Raum, Raumbezug, Orthophoto und Geomatik in lockerer und spannender weise zu vermitteln.

Die TecDay’s werden von der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften SATWorganisiert. Wir freuten uns, dass wir unser Modul über 50 Gymnasiastinnen und Gymnasiasten vorstellen konnten und danken, dass wir am TecDay in Aarau dabei sein durften.

Alles bereit für das IVGI-Modul am TecDay in Aarau

Den Schülerinnen und Schüler werden durch kurze Theorie Inputs Einblicke in die Geomatik ermöglicht

Sonntag, 22. Oktober 2017

TecDay am Gymnasium Lerbermatt «Augmented Reality: Erwecke deine Karte zum Leben»

Donnerstag 19.10.2017
Der TecDay –  ausgedeutscht könnte dieser Event wohl als «Technik Tag» betitelt werden – ist ein Tag der spannende und packende Einblicke in technisch -naturwissenschaftlichen Disziplinen für Gymnasiasten und Gymnasiastinnen bietet. Dabei werden technische Industriebetriebe, Hochschulen und Forschungsinstitute eingeladen spannende Themen in einem 90 minutigen Modul zu vermitteln. Die Schülerinnen und Schüler werden in ihre favorisierten Module eingeteilt. Die TecDay’s werden von der Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften SATW organisiert und finden mehrmals im Jahr an unterschiedlichen Gymnasien statt.
Das Institut Vermessung und Geoinformation der FHNW konnte mit dem Modul «Augmented Reality: Erwecke deine Karte zu Leben» über 60 Gymnasiasten und Gymnasiastinnen des Gymnasiums Lerbermatt in Köniz bei Bern begeistern. Dabei wurden am 19. Oktober nicht nur die SwissARena App vorgestellt, sondern ebenfalls ein virtuelle Begehung von Augusta Raurica ermöglicht. Zusätzlich zu diesen neuen Technologien wurde versucht den Schülerinnen und Schüler ein Verständnis von Raum, Raumbezug, Orthophoto und Geomatik in lockerer und spannender weise zu vermitteln.
Einige Eindrücke bei der Erkundung der Schülerinnen und Schüler des speziell von Bern angefertigten Orthoteppichs mit der SwissARena App und dem virtuellen Erkunden von Augusta Raurica sind in den nachfolgenden Fotos zu entnehmen.
Schüllerinnen & Schüler beim entdecken von SwissARena AR und Augusta-Raurica VR



Donnerstag, 19. Oktober 2017

MSE-Studenten des IVGI besuchen den Sommerkurs «Geoinformatik und Landschaftswandel» an der Universität Rostock

Drei MSE-Studenten des IVGI besuchten vom 8. bis 14. Oktober 2017 die Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät der Universität Rostock für den Sommerblockkurs «Geoinformatik und Landschaftswandel». Grundsätzlich als Wahlpflichtmodul für Masterstudierende der Umweltingenieurwissenschaften konzipiert, steht der Blockkurs auch externen Studierenden deutschsprachiger Hochschulen, Studierender ähnlicher Fachrichtungen mit Raumbezug, sowie NachwuchswissenschaftlerInnen offen.
Teilnehmer des Blockkurses "Geoinformatik und Landschaftswandel" an der Universität Rostock

Unter der Gesamtleitung von Prof. Dr.-Ing. Ralf Bill, Inhaber des Lehrstuhls für Geodäsie und Geoinformatik, wurde ein breites Spektrum anwendungsorientierter Methoden vermittelt, das von der Altkartenerfassung über Fragestellungen der Fernerkundung mittels Satellitendaten bis zur parametrischen Landschaftsstrukturanalyse reichte. Der Kurs setzte dabei bereits vorhandene GIS-Kenntnisse und Vertrautheit mit der fachspezifischen Terminologie voraus, sodass der Fokus auf die Methodenvermittlung und die praktische Arbeit an eigenen Datensätzen gelegt werden konnte. Als Prüfungsnachweis zum Erlangen der 6 ECTS-Leistungspunkte wurden in den letzten Jahren in der Regel interaktive Story Maps (via ArcGIS Online) als Hausarbeit abgegeben, wobei selbstgewählte thematische Zusammenhänge aufgezeigt werden konnten.
V.l.n.r.: Mirco Wedel, Luzi Jehle, Adrian Meyer (alle Studierende im MSE), Ralf Bill (Professor für Geodäsie und Geoinformatik)

Der erste Themenblock befasste sich mit der Analyse des Kulturlandschaftswandels im Rostocker Osten anhand von Altkarten der Zeitschnitte von 1788 und 1888, welche hierfür bereits als gescannte georeferenzierte WMS-Datensätze zur Verfügung standen. So konnte gezielt auf Digitalisierungsstrategien am Beispiel des kollaborativen WebGIS-Tools kvwmap eingegangen werden. Anschließend wurden die Datensätze in ArcGIS Desktop aufbereitet und online als Story Map visualisiert. Besonders eindrücklich konnte der Rückgang der Moor- und Waldflächen zugunsten von Siedlungs- und Ackerfläche aufgezeigt werden. Fachkundig geleitet wurde der Kursteil durch Dr.-Ing. Annette Hey, unterstützt durch Sandra Schenk.
Altkartendigitalisierung und Landschaftsanalyse mit dem WebGIS-Tool KVWMAP

Im zweiten Themenblock lag der Schwerpunkt auf der konzeptionellen Vermittlung sog. Landschaftsstrukturmaße. Diese erlauben anhand parametrischer Indizes die mathematische Vergleichbarkeit von großräumigen Landschaftsstrukturen anhand des Patch-Korridor-Matrix-Modells. So erlauben einige Indizes beispielsweise die Modellierung von Zersiedelungseffekten, Habitatfragmentierung oder Konnektivitätsverhältnissen auf der Basis unterschiedlicher Umweltfaktoren wie Landnutzungsarten oder Vegetationsgebieten. Besonderes Augenmerk galt dabei der unterschiedlichen Behandlung von Datenformaten, sowie dem Vergleich verschiedener Softwaremethoden wie beispielsweise der Standalone-Applikation Fragstats oder der ArcGIS-Erweiterung Patch Analyst mit Zuhilfenahme des ArcGIS Model Builders zur Automatisierung der Geoprozessierung. Die Leitung für diesen Kursteil übernahm Christian Jungnickl, in früheren Jahren wirkte hier Prof. Dr. Ulrich Walz (HTW Dresden) mit, dessen Kursunterlagen zum Teil genutzt wurden.
Der dritte Themenblock widmete sich dem Potential und den Methoden der modernen Satelliten-Fernerkundung: Dr.-Ing. Görres Grenzdörfer (unterstützt von Florian Beyer) führte in das Thema der Klassifikation und Change Detection ein und gab einen umfangreichen Einblick in die Möglichkeiten und Hindernisse bei der Satellitenbildrecherche und Datenverwaltung (z.B. Bewölkung, Atmosphärenkorrektur, Flugbahntrajektorien und Auflösungsgrenzen). Praktische Übungen konnten anschliessend mit der überwachten oder unüberwachten mehrdimensionalen Multispektralklassifikationen von Sentinel-2-Daten durchgeführt werden. Abgeschlossen wurde der Kursteil durch die systematische Berechnung von Vegetationsindizes, wobei in Übungen auch auf die Change Detection anhand saisonaler und mehrjähriger LANDSAT-Datensätze eingegangen wurde. Auch hier konnte zur Automatisierung der Geoprozessierung wieder auf den ArcGIS Model Builder gesetzt werden.

Klassifikationsergebnisse aus Sentinel-2 Multispektral-Datensätzen in ArcGIS

Abschließend kann summiert werden, dass der Kurs für die MSE-Studenten des IVGI eine große Bereicherung darstellte und auch für erfahrene GIS-Anwender noch Neues bereithielt. Besonders die kleine Gruppengröße ermöglicht auch die Beantwortung von Detailfragen, sowie eine intensive Betreuung während der praktischen Projekt- und Übungsphasen. Diese bereiten die Teilnehmer auf die Herausforderungen vor, die aus der Technologievielfalt im heutigen Geoinformatikwesen erwachsen. Für die Besucher aus der Schweiz lohnte sich darüber hinaus auch besonders der Besuch der Hansestadt Rostock mit den vielfältigen Kultur- und Ausflugsmöglichkeiten im direkten Analysegebiet des Kurses.
Die drei MSE Studenten an der Ostsee bei Prerow (Darßer Ort)
Historisches Gebäude der Universität Rostock (gegründet 1419, ca. 14000 Studierende)