Sonntag, 21. Mai 2017

Studierende berichten: Internationales FHNW Grümpi 2017

Es sollte ein schönes Fussballturnier werden an diesem 10. Mai 2017 - es wurde jedoch ein sensationelles Fussballfest mit hochstehenden Fussballspielen und vielen lachenden Gesichtern.
Die Ausgangslage für den Anlass war optimal, Sonnenschein, 21°C und rekordverdächtige 20 angemeldete Teams. Ein Novum im Jahr 2017 war die Teilnahme einer externen, internationalen Mannschaft. Das Bundesasylzentrum Feldreben in Muttenz stellte für den Anlass ein buntes Team mit Asylsuchenden aus Syrien, Ghana, Eritrea und vielen andern Ländern. Seitens der FHNW war ein üblicher bunter Mix aus allen Stockwerken vertreten.
Pünktlich um 16:30 Uhr wurden die ersten Partien angepfiffen. Bereits in den Gruppenphasen zeigte sich der Siegeshunger der Teams auf den prestigeträchtigen FHNW-Grümpi Siegerpokal. Den Zuschauern wurde attraktiver Fussball gezeigt. Zu Spitzenzeiten standen ca. 250 Spieler, Fans und weitere Schaulustige auf der Kriegackerwiese in Muttenz. Es zeigte sich schon früh im Turnier, dass die Gäste aus dem Bundesasylzentrum (FC Baselona) ein echter Siegesanwärter sind.
Engagierte Fussballere lieferten attraktive Spiele
Ab dem Viertelfinale ging die KO-Phase los. Dies konnte nicht zuletzt dem Ehrgeiz der Spielenden während den Spielen, der vollen Konzentration und einigen fussballtaktischen Meisterleistungen entnommen werden. Bei diversen Spielern und Zuschauern wurden zusätzlich die Nerven getestet, wenn eine Partie mit dem Penaltyschiessen entschieden werden musste. Für das kleine Finale (Spiel um Platz drei) qualifizierte sich schlussendlich ‘Frantic’ und ‘S Wätter isch schön MLS2016’. Im Finale duellierten sich ‘Rem Goolhaas FC’ und der ‘FC Baselona’. Der FC Baselona sicherte sich mit einer guten Leistung in einem engen Spiel den Sieg (0:1) und somit den FHNW-Grümpi Siegerpokal (Wanderpokal). Bei der Siegerehrung war den Spielern die Freude am Sieg ins Gesicht geschrieben – ein würdiger Sieger!
Ausgelassene Atmophäre bei der Siegerehrung
Das Turnier ging bei vielen mit einem erfrischenden isotonischen Sportgetränk zu Ende. Wir alle konnten auf ein sehr erfolgreiches, fröhliches und nicht zuletzt völkerverbindendes Fussballturnier zurückblicken. Der Spieltag wurde mit einer würdigen Abschlussparty zu Ende gefeiert. Weitere Impressionen und Details dazu können gerne beim OK des FHNW-Grümpis eingeholt werden …
An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen Teams und Zuschauern die uns zu einem unvergesslichen Anlass verholfen haben.

Dienstag, 16. Mai 2017

TecDay an Kanti Uster mit IVGI-Modul

An der Kantonsschule Uster/ZH fand am 10. Mai einer von zehn SATW TecDays in diesem Jahr statt.
Diese TecDays werden von der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW) organisiert. Sie haben das Ziel, für Nachwuchs in den naturwissenschaftlichen und technischen Berufen (MINT-Berufe) zu werben. Mehr als 500 Schülerinnen und Schüler konnten an diesem Tag aus 34 Modulen zu aktuellen Themen aus verschiedensten Berufssparten drei Module auswählen und besuchen.

Einleitende Worte im Klassenzimmer

 Modul 13 "Faszination Geomatik: Von der realen in die digitale Welt" war das Modul des IVGI mit dem zentralen Thema "Terrestrisches Laserscanning". In drei Gruppen (jeweils 15 bis 18 Schülerin-nen/Schüler) konnte sie den Hauptbau des Containerprovisoriums ihrer Kanti aufnehmen. Bei blauem Himmel und kräftigem Sonnenschein machte das Scannen mit Leica Nova MS50 doppelt Spass, sodass wir nach den Schlussbesprechungen mit jeder Gruppe fast nur zufriedene Schülerinnen und Schüler entlassen konnten. Bleibt zu hoffen, dass wir einige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Geomatik begeistern konnten.

Demo zum Aufstellen des Instrumentarium



Schüler bei der Arbeit

Ein grosses Dankeschön geht an die Crew der SATW und die lokalen Organisatoren und Betreu-ern/innen von der Kanti Uster. Sie haben mit grossem Einsatz für einen reibungslosen Ablauf der Module gesorgt und die Modulteams optimal betreut und unterstützt!



Montag, 15. Mai 2017

Projekt Felslabor Mont Terri im Doppelpack

Das Felslabor Mont Terri dient der Erforschung des Opalinustons als mögliches Wirtgestein zur Lagerung radioaktiver Abfälle in der Schweiz. Dazu braucht es u.a. ein hochgenaues Grundlagen- und Deformationsnetz, welches im Rahmen des Blockkurses Ingenieur-Geodäsie (G6) und eines messtechnischen Praktikums (G2) geplant, gemessen, ausgewertet, analysiert und interpretiert wird. Dieses dient einerseits dazu, um natürliche und künstlich erzeugte geologische Veränderungen dreidimensional hochgenau zu erfassen und andererseits zur Anbindung von Versuchen, welche eine präzise Georeferenzierung erfordern. In diesem Jahr besteht die Hauptmotivation darin, dass eine Bestandsaufnahme durchgeführt wird, bevor die Arbeiten zur grossen Laborerweiterung 2018/19 in Angriff genommen werden.
Bereits zum vierten Mal finden dieses Jahr die Studienverlegungen des 6. und des 2. Semesters statt. Das G6 beschäftigt sich vom 15.-24. Mai 2017 mit langstatische GNSS-Messungen, Präzision-Tachymetrie und Azimut-Bestimmungen mit Präzisionskreisel sowie deren Auswertung, Analyse und Interpretation allfälliger Lageverschiebungen. Das G2 hingegen ist beauftragt, das gesamte Höhennetz innerhalb und ausserhalb des Felslabors mittels Präzision-Nivellement-Messungen zu bestimmen. Dabei kommen zum ersten Mal nebst zwei DiNi03 von Trimble die zwei neuen Digital-Nivellierausrüstungen LS15 von Leica Geosystems AG zum Einsatz. Insgesamt werden 24 Studierende der FHNW und 2 Lehrlinge der swisstopo daran beteiligt sein. Ziel ist es, eine absolute Lagegenauigkeit von <= 1.2 mm und eine absolute Höhengenauigkeit von <= 0.3 mm im Felslabor Mon Terri zu erreichen, welches sich 300 m unter der Erdoberfläche und 1200 m vom Südportal des gleichnamigen Autobahntunnels entfernt befindet. Um diese Ziele zu erreichen, muss im Zehntel-Millimeterbereich gearbeitet werden, was von den Studierenden höchste Konzentration und Präzision sowie zuverlässiges Arbeiten abverlangt. Im Rahmen einer Bachelor-Thesis werden sämtliche Messungen im Rahmen einer sogenannten Multiepochalen Ausgleichung ausgewertet. Wir sind gespannt auf die Resultate.
Ein spezieller Dank geht an dieser Stelle an die Mitarbeiter der swisstopo in Wabern und vor Ort in St. Ursanne, welche die Vorbereitungen zu dieser anspruchsvollen Messkampagne mit Engagement und Goodwill unterstützen. Zudem danken wir der ETHZ, der Firma Jauslin Stebler AG, der ristag ag und der Firma Leica Geosystems AG für die grosszügige instrumentelle Unterstützung, ohne die ein solch grosses geodätisches Projekt nicht in diesem Umfang durchführbar wäre.
Weitere Informationen können den Webseiten der FHNW/IVGI  oder zum Projekt Felslabor Mont Terri entnommen werden.
Bild 1 – Langstatische GNSS-Kampagne

Bild 2 – Nivellieren im Dunkeln

Bild 3 – Laborerweiterung 2018/19

Bild 4 – Tachymetrische Messungen mit Hindernissen


Mittwoch, 10. Mai 2017

IVGI Studierende in Dresden

Dresden 26. – 31. März

Nach einem kurzen Flug wurden wir 3 Studierende des BSc Geomatik (M. Berchtold, St. Hochuli, L. Meneghin)  am Dresdener Flughafen von vier Mitgliedern des Fachschaftsrats der HTW herzlich empfangen. Sie begleiteten uns zu unserer Unterkunft in der unmittelbaren Umgebung der Fachhochschule. Am nächsten Morgen waren wir von der Vielseitigkeit des Frühstückbuffets überrascht. Die Woche begann mit einer Begrüssung durch den aktuellen und den ehemaligen Dekan. Anschliessend erhielten wir eine Führung durch den Campus. Am Nachmittag nahmen wir bei schönstem Wetter an einer Laserscan-Übung teil. Die Aufgabe war, eine Fassade mit dem Faro Focus 3D 120 aufzunehmen. Dazu wurden mehrere Referenzmarken tachymetrisch bestimmt. Zusätzlich stellten wir Kugeln auf, damit die verschiedenen Scans besser zusammengesetzt werden können.

Lucia Meneghin bein tachymetrischen Aufnahmen
Den Abend liessen wir mit dem Fachschaftsrat beim Türken ausklingen. Das Essen schmeckte hervorragend, die türkische Küche hat mehr zu bieten als nur Dönerbuden. Als Tagesabschluss besuchten wir eine Spiel-Bar. Es hatte über 200 Brett- und Kartenspiele zur Auswahl. Am Dienstagvormittag besuchten wir eine Vorlesung über 3D Stadtmodelle. Da es eine Einführungsvorlesung war, benötigten wir wenig Vorwissen. Am Nachmittag stand eine Feldübung zum Thema Schnurgerüst auf dem Programm. Wir konnten die Absteckung mit dem Trimble S6 ausführen. Für uns drei war die Trimble-Umgebung neu und konnten somit von der Übung profitieren. Am Abend führte uns der Fachschaftsrat durch die Altstadt. Die phosphorgeschwärzten Gebäude erinnern an die Bombardierungen vom 13.-15. Februar 1945 durch die Alliierten. Zahlreiche zerstörte Gebäude wurden wiederaufgebaut. So auch die berühmte Dresdner Frauenkirche. Beim Aufbau wurden viele alte Steinblöcke verwendet und bilden einen starken Kontrast zu den neuen, hellen Steinen. Die Geschichte der Gebäude ist sehr eindrücklich. Am Mittwochvormittag wurde uns die EDM-Kalibrierstation gezeugt und vorgeführt. Firmen können bei der HTW ihre Instrumente prüfen lassen.  Am Nachmittag hatten wir wiederum ein Feldpraktikum. Mit der Trimble S8 mussten wir einen Richtungssatz messen und eine Freie Stationierung ausführen. Am Abend waren wir beim Präsidenten des Fachschaftsrats eingeladen. Er kochte uns eine Spezialität aus seiner Heimat: Thüringer Klösse mit Sauerkraut. Am Donnerstagvormittag hatten wir zwei Übungen. Die erste über Datenanalyse im Raster mit der Open Source Software GRASS. Es war sehr interessant und die Dozentin hat sich viel Zeit genommen. Die zweite behandelte die Luftbildorientierung mit ERDAS Imagine. Es war spannend, wir hatten die Theorie bereits im Unterricht, aber noch nicht praktisch ausgeführt. Zum Mittagessen genossen wir eine Currywurst (Schärfe Stufe 5 von 7). Danach schlenderten wir nochmals durch die Altstadt und besuchten die Gebäude, die am Dienstag bereits geschlossen waren. Vom Turm der Kreuzkirche hatten wir einen 360° Ausblick über die Stadt Dresden.

Blick vom Turm der Kreuzkirche
 Am Abend war das Semesterstart-Grillfest. Auch Dozenten waren anwesend. Das zeigt, wie Studenten und Dozenten auch neben den Vorlesungen gut miteinander auskommen. Bei musikalischer Begleitung mit Gitarre und Mundharmonika kam Lagerfeuerstimmung auf.
Am Freitag besuchten wir das Praktikum zur Modellierung von Volumenkörpern mit AutoCAD. Mit dem Programm Revit von Autodesk erhielten wir einen Einblick ins BIM. Am Nachmittag grillierten wir am Ufer der Elbe und genossen die Sonne und die frühsommerliche Temperatur. Am Abend begleiteten uns Markus, Alice und Hannes vom Fachschaftsrat zum Flughafen und verabschiedeten uns herzlich.
Gruppenbild mit Betreuern aus Dresden

Mittwoch, 3. Mai 2017

Studierende berichten: Exkursion IGS100 Lausanne

Am Donnerstagmorgen 20. April startete die Klasse G2015 (4. Semester BSc Geomatik) ihre Reise nach Lausanne an die IGS100-Fachtagung (100-jähriges Jubiläum der Ingenieur-Geometer Schweiz) im neuen SwissTech Convention Center der EPFL. Nach einem kurzen Empfang mit "Kaffi und Gipfeli" wurde die Tagung mit verschiedenen Fachvorträgen eröffnet. Stefan Stahl und Marco Zbinden von Future Now führten mit viel Witz und Engagement durch das Programm. Das Thema drehte sich rund um die Digitalisierung und was für Folgen diese für die Geomatikbranche hat. Nach einem gelungenen und informativen Morgen konnte sich die Klasse bei einem Networking-Lunch stärken und Kontakte mit ehemaligen, aktuellen oder gar zukünftigen Arbeitgebern knüpfen. Mit neuer Motivation wurde danach in den Nachmittag gestartet. Zuerst gab es wieder eine kleine Einführung von Future Now. Darauf folgten verschiedene Workshops zu den Themen Digitalisierung, Landmanagement und Lebensraumgestaltung, Bauen digital, Berufsbild und PPP (Public Private Partnership). Die Klasse verteilte sich auf die verschiedenen Workshops und erhielt einen interessanten und zum Teil neuen Einblick in die verschiedenen Themenbereiche. Um 17.30 Uhr trafen sich alle Anwesenden wieder im grossen Saal und die Ergebnisse der Gruppen wurden mit der Hilfe eines Plakates präsentiert. Nach einem gemeinsamen Abschluss gab es zuerst einen Ice-Breaker Apéro und danach ein Networking-Dinner. Der Abend ging gemütlich zu Ende und die Studierenden begaben sich zu ihrer Unterkunft, die Jugendherberge.
Begrüssung der zahlreichen Besucherinnen und Besucher durch François Gervaix, Präsident SGPF und Product Manager Surveying bei senseFly
Am Freitagmorgen trafen sich alle Studierenden sowie weitere interessierte Teilnehmende beim senseFly Hauptsitz in Cheseaux-Lausanne. Bei einem Rundgang durch die Inhouse-Produktion erfuhr man, was es alles braucht um von der Idee bis zum verkaufsfertigen Produkt zu gelangen. Durch die Präsentation der zugehörigen Software eMotion und der Genauigkeits- und Zuverlässigkeitsaspekte von RTK wurden sowohl unsere aktuell erlernten GNSS- als auch Photogrammetrie- Kenntnisse aufgefrischt und erweitert. Mit der Flugdemo eines Albris Quadkopters und einer eBee+ konnte die einfache Handhabung der SenseFly Produkte live bestätigt werden. Die anwesenden Mitarbeitenden von SenseFly, welche uns durch diesen Morgen geführt haben, hinterliessen auf jeden Fall einen sehr positiven, kompetenten und sympathischen Eindruck.
Am Nachmittag besuchten die Studierenden wahlweise die Hauptversammlungen nationaler Branchenverbände wie SGPF, GEO + ING, SGK oder FGS. Dies ermöglichte einen Einblick in die wichtige Arbeit der Verbände.
Die Studierenden aus dem 4. Semester des BSc Geomatik der FHNW vor dem neuen SwissTech Concention Center der EPFL Lausanne
Wir blicken auf einen sehr gelungenen Besuch bei der IGS100 zurück und bedanken uns für die Möglichkeit an diesem Anlass teilnehmen zu dürfen und freuen uns, die geknüpften Kontakte in Zukunft zu nutzen.

Nicole Furrer und Ursina Pünter, BSc Geomatik Klasse G2015