Mittwoch, 9. August 2017

Geomatik Summer School 2017: ein voller Erfolg


Vom 7. bis 9. August führte das IVGI erneut die Geomatik Summer School durch. Mit einem vielseitigen Programm erhielten interessierte Jugendliche Einblick in den Studienalltag und die Möglichkeit, neue Technologien auszuprobieren. Mit 36 Anmeldungen war die Nachfrage dieses Jahr fast doppelt so gross wie in den letzten Jahren. Die Teilnehmenden kamen aus der ganzen Deutschschweiz – einige reisten sogar über Landes- und Sprachgrenzen hinweg aus Süddeutschland und dem Tessin nach Muttenz. Wegen des grossen Interesses wurde das Programm erstmals parallel in drei Gruppen abgehalten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Geomatik Summer School 2017 und das Summer School Team des IVGI (vorderste Reihe)
Theorie und Praxis optimal verknüpfen
Am ersten Tag standen nach einer Einführung in die Photogrammetrie drei Theorieblöcke zu den Themen Augmented Reality / Virtual Reality, 3D-Druck und Mobile Mapping auf dem Programm. Am Nachmittag durften die Jugendlichen selbst Hand anlegen. In dreistündigen Workshops bekamen sie eine Ahnung davon, wie diese Technologien im Geomatik-Alltag genutzt werden. Eine Gruppe beschäftigte sich mit der Funktionsweise einer Drohne. Nach der Programmierung verfolgten sie den Flug über die Ruinen von Augusta Raurica und lernten, wie die aufgenommenen Bilder ausgewertet werden.

Drohnen-Photogrammetrie in Augusta Raurica

Parallel dazu erhielten die anderen beiden Gruppen eine Einführung in das Programmieren mit Python – anhand anschaulicher Beispiele aus der Geoinformationswelt – und in das terrestrische Laserscanning. Als Übungsobjekt diente ein Modell des neuen FHNW-Campus Kubuk. Aus drei Perspektiven wurden Laserscans des Modells gemacht und anschliessend zu einem digitalen 3D-Modell zusammengefügt. Mit Cyclone und 3D-Reshaper lernten die Jugendlichen den Umgang mit professioneller Software kennen und bekamen die Gelegenheit, mit den Parametern zu experimentieren. Gegen Abend fand zudem eine Führung auf der Baustelle des eindrücklichen neuen FHNW Campus Kubuk statt. Für die Jugendlichen, die sich für ein Studium an der FHNW entscheiden, wird dies der künftige Studienort sein.

Baustellenbesichtigung – neuer FHNW Campus Kubuk

Praktisches Arbeiten und Austausch
Nach einer Einführung in die Photogrammetrie-Aufnahmeplanung am zweiten Tag blieb das Programm rein praxisbezogen. Gerüstet mit den Grundlagen zur Photogrammetriesoftware PhotoScan startete die Gruppe, die sich bereits mit Laserscanning befasst hatte, in den Workshop «3D-Rekonstruktion». In diesem Workshop generierten die Jugendlichen aus Bildaufnahmen ein 3D-Modell eines selbst gewählten Objekts – mit teilweise erstaunlichen Resultaten. Die restliche Kurszeit war den halbtägigen Workshops sowie einem Austausch mit den aktuellen Bachelor-Studierenden gewidmet. Diese stellten ihre Projekt-Arbeiten aus und standen den Kursteilnehmenden Rede und Antwort über das Studium. Auch der gesellige Teil kam nicht zu kurz: Beim gemeinsamen Pizzaessen und dem Grillieren auf dem Dach des Hauptgebäudes der FHNW bot das Rahmenprogramm den Jugendlichen die Gelegenheit, sich auszutauschen und die anderen Kursteilnehmenden besser kennenzulernen.

Grillabend bei prächtigem Wetter auf dem FHNW-Dach

Das sagen Teilnehmende zur Geomatik Summer School:

Ramiro Blattner und Thomas Knecht, Lernende Geomatik
«Wir sind hier, weil wir nach der Lehre an der Fachhochschule studieren möchten. Durch den Kurs erhält man Einblick in neue Themen. Vor allem das Drohnefliegen war super!»



Sibylle Gassmann, Lernende Geomatik
„Unser Lehrbetrieb fördert uns, indem er allen Lernenden die Geomatik Summer School ermöglicht. Toll finde ich hier, Technologien kennenzulernen, mit denen wir in unserem Betrieb normalerweise nicht arbeiten.“



Michele Krebs und Damiano Delbiaggo, Lernende Geomatik
„Wir sind aus dem Tessin nach Muttenz gekommen, um Einblick in des Studienleben zu bekommen. Ein Studium an der FHNW könnten wir uns gut vorstellen.“


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