Mittwoch, 26. Mai 2010

airAGro hebt ab

Das Forschungsprojekt airAGro des Instituts Vermessung und Geoinformation absolvierte in der vergangen Woche erfolgreich seinen Jungfernflug.

Aufgrund bisheriger positiver Forschungsergebnisse mit leichtgewichtigen Fernerkundungssensoren auf Minidrohnen in den letzten fünf Jahren wurde im vergangenen Herbst das neue Forschungsprojekt "airAGro" lanciert. Dieses Projekt bezweckt die Entwicklung und Erprobung einer Prototyp-Fernerkundungslösung auf der Basis eines leichtgewichtigen, flugzeuggestützten Fernerkundungssystems. Hauptindustriepartner ist die Koch + Partner Gruppe (http://www.kopa.ch/) aus Laufenburg. Das ebenfalls am Projekt beteiligte Landwirtschaftliche Zentrum Liebegg (http://www.liebegg.ch/)und die Abteilung Landwirtschaft des Kantons Aargau (www.ag.ch/landwirtschaft/de/pub/) erhoffen sich davon eine bessere Früherkennung von gefährlichen Pflanzenkrankheiten sowie eine Effizienzsteigerung und Kosteneinsparung durch einen gezielteren und ökologischeren Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Finanziert wird es durch den Forschungsfonds des Kantons Aargau.

Prinzipiell werden mittels Leichtflugzeug oder Minidrohne mehrfarbige oder eben multispektrale Bilddaten erfasst. Durch das reflektierte Licht im sichtbaren und nahen Infrarotbereich (NIR) lassen sich anschliessend unter anderem Rückschlüsse über die Gesundheit, die Bestandesdichte oder den Ernährungszustand der photographierten Vegetation ziehen.

Das Prototyp-Fernerkundungssystem besteht hauptsächlich aus drei Kameras, einem Positionierungs- und dem Flugleitsystem. Als Trägerplattform dient ein Leichtflugzeug des Typs Piper Super Cup. Dieses System lieferte in der vergangen Woche erfolgreich die ersten Bilddaten des Testgebiets in Stein (AG). Zurzeit wird das System auf Herz und Nieren getestet und nach der Kalibrierung anhand definierter Anwendungsfälle der Agronomie-Projektpartner einem Praxistest unterzogen. Die ersten Resultate stimmen sehr positiv, dass nach Abschluss des Projekts Ende dieses Jahres das System kommerziell durch den Wirtschaftspartner betrieben werden kann.


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