Donnerstag, 7. November 2019

Studierende berichten: KonGeoS in Würzburg – ein tolles fachliches und persönliches Erlebnis

Die Konferenz für Geodäsiestudierende (KonGeoS) trifft sich zweimal jährlich zu einem viertätigen Treffen an welchem 22 Universitäten und Hochschulen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt sind. Das Ziel der KonGeoS ist, die Studienbedingungen im deutschsprachigen Raum einheitlich zu gestalten aber auch die Öffentlichkeitsarbeit unseres Berufes und damit mehr Nachwuchs zu fördern.
Am Treffen vom 24. – 27. Oktober 2019 in Würzburg nahmen sechs Vertreter der FHNW teil. Besonders erfreulich war, dass von jeder Klasse des Bachelorstudiengangs mindestens eine Person dabei war. Ich durfte das erste Semester vertreten. Als Neuling wusste ich nicht genau, was mich erwartete, doch waren etwaige Bedenken völlig unnötig. Nach der Anreise und der offiziellen Begrüssung, begann die Konferenz mit einem Willkommensfest. So konnten wir uns in lockerer Atmosphäre zum ersten Mal kennenlernen. Viele Studierende kannten sich schon von früheren Treffen. Obwohl ich noch niemanden kannte, kam ich schnell ins Gespräch mit Anderen. Der Abend war sehr kurzweilig und verging viel zu schnell.


Die Teilnehmenden der FHNW vor der Festung Marienberg. (Bild: zvg)
Der zweite Tag begann mit einer Fachexkursion. Wir konnten aus verschiedenen Exkursionen, welche alle einen Bezug zur Geomatik hatten, auswählen. Ich besuchte eine Veranstaltung der Universität Würzburg, bei der es um das Thema Fernerkundung ging. Wir lernten viele spannende Projekte der Uni Würzburg kennen, welche sich auch mit Geologie und Archäologie befassten.
Am Nachmittag standen acht Fachreferate zur Auswahl, wovon wir vier besuchen konnten, beispielsweise je ein Referat zu den Themen Mobile Mapping, Fernerkundung, Geovisualisierung und Laserscanning mit Wärmebildkamera. Am Abend hatten wir frei und konnten selber entscheiden, was wir machen möchten. So gingen wir mit anderen Schweizern in ein Restaurant und anschliessend in eine Bar und genossen den Abend.
Die wunderbare Aussicht vom Weinberg auf die Region Würzburg. (Bild: zvg)
Der Samstag begann mit einer Stadtexkursion. Auch hier konnte man aus unterschiedlichen Exkursionsangeboten auswählen. So gab es zum Beispiel eine Wanderung im Weinberg, eine Altstadtführung oder eine Besichtigung der Marienberg. Ich besuchte eine Kellerführung im Weingut «Bürgerspital». Dort erfuhren wir viel über den Wein und die Weinkultur in der Region Würzburg. So gibt es sogar eine spezielle Weinflasche, den sogenannten «Bocksbeutel», welche ausschliesslich im Anbaugebiet Franken verwendet werden darf, und das schon seit mehr als 250 Jahren. Auch durften wir den ältesten Weisswein der Welt aus dem Jahr 1540 bestaunen – degustieren mussten wir diesen zu meiner grossen Erleichterung nicht.
Die Festung Marienberg, welche ein Wahrzeichen von Würzburg ist.
Neben all diesen spannenden Erlebnissen wurde auch gearbeitet. So gibt es im Verein KonGeoS verschiedene Arbeitsgruppen, welche unterschiedliche Themen bearbeiten. Dies sind: Nachwuchs, Vereine und Verbände, Öffentlichkeitsarbeit, Projekt, Studium und Lehre. Ich war in der Arbeitsgruppe Nachwuchs, wo wir eine Umfrage erstellten. Das Ziel der Umfrage ist, herauszufinden, wie man auf das Studium aufmerksam wurde, welches die Vorbildung ist und ob man beabsichtigt ein Masterstudium zu machen. Anhand dieser Umfrage kann eine Auswertung über alle Hochschulen gemacht werden, wodurch für die Hochschulen ein Mehrwert entsteht. Anschliessend stand die Vollversammlung auf dem Programm. Dort wurde der Vorstand gewählt, der übernächste Austragungsort festgelegt sowie diverse allgemeine Informationen abgegeben.
Zum Schluss des Kongresses gab es eine Abschiedsparty, die wir rege nutzten, die anderen Teilnehmenden noch besser kennen zu lernen und auf die vergangenen Tage anzustossen. Nach vielen Versuchen schafften es einige Schweizer sogar, dass der DJ eines der Schweizer Lieblingslieder gespielt hat: «W. Nuss vo Bümpliz» von Patent Ochsner. Das war für mich ein Highlight des Abends. Dank der Zeitumstellung, die genau in dieser Nacht war, konnten wir eine Stunde länger feiern, ohne dabei ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Auf der gemeinsamen Heimreise blieb zudem genug Zeit, den verpassten Schlaf etwas nachholen.
An diesem Wochenende konnten wir sehr viele neue Kontakte knüpfen und uns mit verschiedensten Hochschulen über das Studium austauschen. Wir sechs Teilnehmer aus Muttenz hatten sehr viel Spass und freuen uns schon auf das nächste Treffen, welches vom 11.06. – 14.06. in Bonn stattfinden wird. In meinem Kalender ist dieses Datum schon dick markiert!

Autor: Andreas Eisenring, Student im 1. Semester Geomatik

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