Montag, 30. März 2009

Eric Matti gewinnt Karl Kraus Nachwuchspreis 2009

An der 100-Jahr-Feier der Deutschen Gesellschaft für Photogrammetrie, Fernerkundung und Geoinformation (DGPF) vom 24. März 2009 in Jena wurde Eric Matti für seine Bachelor-Thesis am IVGI als 3. Preisträger des internationalen Karl Kraus Nachwuchsförderpreises 2009 ausgezeichnet.

Das IVGI-Team gratuliert ganz herzlich!

Die Karl Kraus Preisträger 2009: W. Mücke (4.v.l), E. Matti (4.v.r.), S. Hofmann (3.v.r.) (Bild: Komp / DGPF)

Eric Matti wurde für seine hervorragende Bachelor-Arbeit mit dem Titel "Prozessierung von hochaufgelösten Multispektralaufnahmen in der Agronomie" ausgezeichnet. In seiner Arbeit untersuchte er die Anwendung eines an der FHNW entwickelten leichtgewichtigen Multispektralsensors (MSMS) für Mini- und Mikrodrohnen auf unterschiedliche landwirtschaftliche Kulturen. Eric Matti erarbeitete einen praxistauglichen Workflow zur Bestimmung des Vegetationszustands aus sehr hoch aufgelösten, drohnenbasierten Multispektraldaten.

Der 1. Preis ging in diesem Jahr an Sabine Hofmann von der TU Dresden für ihre Arbeit "Konzeption und Aufbau eines optischen 3D Messsystems zur Analyse orthopädisch relevanter Bewegungsparameter". Den 2. Preis erhielt Werner Mücke von der TU Wien für seine Arbeit "Analyse von Full-waveform Airborne Laserscanning Daten hinsichtlich der Verbesserung digitaler Geländemodelle".

Der Karl Kraus-Nachwuchsförderpreis ist ein Preis zur Förderung des wissenschaftlich-technischen Nachwuchses auf den Gebieten der Photogrammetrie, Fernerkundung und Geoinformation und ihrer Nachbarbereiche.

Der Preis gedenkt Prof. Dr. Karl Kraus, einem der herausragenden Lehrmeister und Lehrbuchautoren auf diesem Gebiet, der im Jahr 2006 verstarb. Seit dem Jahr 2007 wird der Preis gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Photogrammetrie, Fernerkundung und Geoinformation (DGPF) mit der Schweizerischen Gesellschaft für Photogrammetrie, Bildanalyse und Fernerkundung (SGPBF) und der Österreichischen Gesellschaft für Vermessung und Geoinformation (OVG) verliehen.

Donnerstag, 19. März 2009

Kolloquium "Vermessungswesen in der Forensik – Interdisziplinäre Zusammenarbeit von Medizinern, Polizisten und Geomatikern"

Im Rahmen der Geomatik-Frühlings-Kolloquiumsreihe des Instituts Vermessung und Geoinformation waren am 19. März 2009 Ursula Buck (Referentin) und Silvio Näther in Muttenz zu Besuch. Die beiden Vermessungsingenieure sind je zu 50% am Zentrum für Forensische Bildgebung (Virtopsy: virtual autopsy) der Universität Bern und bei der Kantonspolizei Bern angestellt.Ursula Buck zeigte uns anhand von eindrücklichen Beispielen wie Technologien aus verschiedensten Fachbereichen zur Aufklärung von Unfällen oder Tötungsdelikten eingesetzt werden. So werden zum einen Tatorte, Tatwerkzeuge, Opfer und/oder Tatverdächtige mit diversen Vermessungstechniken (Photogrammetrie, Laserscanning, Tachymetrie, GNSS) geometrisch erfasst und je nach Bedarf modelliert, um anschliessend Simulationen durchführen zu können.
Aber auch Technologien aus der Medizin, wie zum Beispiel die Computertomographie (CT) oder die Magnetresonanztomographie (MRI) kommen bei der Ermittlung von Unfall-/Tathergängen zum Einsatz, um den Knochenbau sowie das Gewebe von Opfern zu visualisieren.
Der gesamte Arbeitsablauf bis zum Erstellen des Schlussproduktes - das Gutachten zu Handen der juristischen Instanz - geschieht jeweils in enger Zusammenarbeit zwischen Kriminalisten, Rechtsmedizinern und Vermessungsfachleuten.
Die Anwesenden hörten und sahen gespannt den erläuterten Beispielen zu Schussrichtungsrekonstruktion, Bissspurenvergleich, Ballistischer Blutspurenanalyse, Verkehrsunfallrekonstruktion usw. zu. Als nach vielen spannenden Fragen aus dem Publikum auch die ironisch gemeinte Frage aufkam, wie denn heute ein ’perfektes Verbrechen’ überhaupt noch möglich sei, war es höchste Zeit, die vollends geglückte Veranstaltung abzuschliessen.

Mittwoch, 18. März 2009

Das IVGI an der FOSSGIS

An der FOSSGIS 2009 in Hannover, der deutschsprachigen Konferenz für freie und offene Geoinformations-Software und -Daten, konnte das IVGI zwei Projekte präsentieren.

OpenAddresses.ch ist der Versuch, über ein Internet-Portal mit Luftbildkarten und dem lokalen Wissen einer Community geokodierte unpersonalisierte Adressinformationen, also Strasse, Hausnummer, PLZ und Ort inkl. Koordinaten, zu erheben.Diese werden allen potenziellen Nutzern, beispielsweise zu analytischen räumlichen Auswertungen, frei zur Verfügung gestellt. Das Projekt läuft seit eineinhalb Jahren. Berichtet wurde über Neuerungen, Weiterentwicklungen und Zukunfts-Absichten.

Map your World hat zum Ziel, moderne Technologien, Methoden und Prozesse der Geomatik und des Internets innerhalb von Projektwochen oder eingebettet in den Geografie-Unterricht an Gymnasial- und Mittelschulen explorativ zu vermitteln. Dabei erheben die Schüler - mit GPS-Empfängern und Personal Digital Assistants (PDAs) ausgerüstet - vor Ort

Geodaten für die Projekte OpenStreetMap und OpenAddresses und pflegen diese selbst erhobenen Daten in die genannten Datensammlungen ein. Damit leisten sie einen persönlichen Beitrag zu weltweiten Community-Projekten mit dem Fokus auf Geodaten, erlernen interessante Aspekte zum Web2.0 und der Geomatik und "erleben" Geografie von einer neuen – vorwiegend realen – Seite.

Kontakt: hansjoerg.stark@fhnw.ch / lukas.baehler@fhnw.ch

Donnerstag, 12. März 2009

Einladung zur Geomatik Summer School


... für Geomatik-Lernende.
Drei Tage, die du mit gleichgesinnten Kollegen und Kolleginnen,
an der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW in Muttenz
verbringst und einige spannende Themen aus der Geomatikwelt,
wie z.B. Web-Mapping mit MS Virtual Earth,
3D-Konstruktion und –Visualisierung, kennen und anwenden lernst.

Alle Infos auf http://www.3dgi.ch/gss


Montag, 9. März 2009

ein jahr … mit Michael Schrattner

Im spezial.bildung der Basler Zeitung (BaZ) berichtet Michael Schrattner, Studierender im 4. Semester des Bachelorstudiengangs Geomatik am IVGI, alle vier Wochen jeweils montags aus seinem Studienalltag. Der dritte Beitrag zum Start des Frühlingssemesters 2009 erschien am 09. März 2009.