Donnerstag, 28. Oktober 2010

Kursausschreibung: Einführung in MapFish

Am 15. Dezember 2010 bietet das Institut Vermessung und Geoinformation der Fachhochschule Nordwestschweiz (IVGI) in Zusammenarbeit mit swisstopo einen Kurs zum OpenSource "Web-mapping framework" MapFish an.
Der Kurs führt in das Framework ein und zeigt, wie Web-Mapping Anwendungen mit MapFish erstellt werden. Der Kursleiter Cédric Moullet ist Mitglied des Project Steering Committees des MapFish Projektes und verfügt über eine sehr grosse Erfahrung mit MapFish.

Montag, 11. Oktober 2010

Studierende des IVGI in Rumänien

Studierende des IVGI zusammen mit der HTW Dresden in Rumänien -Kirchenburg Roadeş (Radeln) Transsilvanien

Im September dieses Jahres hatten drei Studierende des 5. Semesters des BSc in Geomatik die Möglichkeit an einem Projekt der Partnerhochschule aus Dresden (HTW Dresden) mitzuarbeiten. Es galt in Radeln (Rumänien) eine sächsische Kirchenburg aus dem 15. Jahrhundert komplett tachymetrisch auszumessen und ein 3D-Draht und -Flächenmodell davon zu erstellen, um die Grundlagen für eine anstehende Sanierung zu schaffen. Da es sich um ein sehr umfangreiches Objekt handelt, wurde das Projekt aus dem Jahre 2009 weitergeführt und in den drei zur Verfügung stehenden Wochen vervollständigt. Die Arbeiten die noch zu erledigen waren beschränkten sich auf das Innere des Glockenturms, ca. 30 Meter Höhe, und die Ringmauer welche über drei Wehrtürme und einen Wehrgang verfügt. Die Studierenden der FHNW wurden für die Aufnahmen im Glockenturm, da klettertechnisch erfahren, und für die Innenaufnahmen der Ringmauertürme eingesetzt.

Die lange Reise von Basel nach Roadeş wurde auf dem Landweg mithilfe eines deutsch-rumänischen Car-Reiseunternehmens bewältigt. Die Fahrstrecke betrug 1800 Kilometer - Reisezeit ca. 33 Stunden. Roadeş ist ein Dorf mit sächsischen Wurzeln welches von deutschen Einwanderern im 12. Jahrhundert gegründet wurde und auf Deutsch Radeln heisst. Es liegt sehr idyllisch westlich der Karpaten eingebettet in einer hügeligen Landschaft. Die heutige Dorfbevölkerung setzt sich vorwiegend aus Rumänen, Romas und einzelnen Sachsen zusammen, welche einfache Landwirtschaft als Selbstversorger betreiben und teilweise noch mit Pferd und Wagen die Ware transportieren. Das Trinkwasser kommt aus dem Sodbrunnen, Ver- und Entsorgung gibt es nicht ausser Elektrizität.

Neben der sehr interessanten Aufgabe, ein solch imposantes Objekt auszumessen und zu modellieren, war es die Erfahrung wert, ein Dorfleben mal etwas anders zu erleben.
Das Einzige was man wirklich vermisst hat war der Luxus von fliessendem sauberem Trinkwasser.