Montag, 25. August 2014

Bachelorarbeit-Präsentationen - erfolgreiches GeoForum 2014

Ein kleines Jubiläum - das GeoForum am Institut Vermessung und Geoinformation fand dieses Jahr zum 15. Mal statt. Zum Abschluss ihres BSc Geomatik Studiengangs präsentierten 13 Studierende die Arbeiten und Resultate aus elf Bachelor-Arbeiten. Während 2 1/2 Stunden (inklusive einer Pause) wurde eine grosse Bandbreite an Themen den interessierten Zuhörern vorgestellt. Neben den ausgezeichneten fachlichen Einblicken in die jeweiligen Arbeiten wurde auch die eine oder andere Anekdote aus der Bearbeitungszeit eingeflochten - es ist eben nicht so einfach in einem Regensommer den Trockenstress von Golfrasen zu bestimmen.

Nach den Präsentationen in der Aula konnten Interessierte im 6. Stock die Posterausstellung und die diversen Demonstrationen der Arbeiten besuchen. Viele nutzten die Möglichkeit sich mit den Studierenden detailliert über die verschiedenen Arbeiten zu unterhalten. Daneben kam natürlich auch das Networking nicht zu kurz, das durch den von Intergraph offerierten Apéro bestens unterstützt wurde.

Die Kurz-Zusammenfassungen der Bachelor-Arbeiten sind auf der Institutswebseite verfügbar.
 

Effiziente hochaufgelöste 3D-Erfassung und –Modellierung des Schaffhauser Munots



Im Rahmen des diesjährigen 3D-Blockkurses des abschliessenden Bachelor-Studiengangs in Geomatik, wurde der monumentale Schaffhauser Munot zum ersten Mal hochaufgelöst dreidimensional erfasst, modelliert und visualisiert.

Abb. 1: Der Schaffhauser Munot (als texturierte 3D-Dreiecksvermaschung dargestellt).
Dazu wurden von den Studierenden je nach Aufnahmeobjekt, verschiedenste 3D-Aufnahmetechnologien und Auswerteverfahren verwendet, um innerhalb von nur zweieinhalb Mess- und fünf Auswertungstagen verschiedenste umfangreiche Endprodukte (u.a. 3D-Animationsfilme, Projektpläne, web-basierter Panoramarundgang) zu erstellen. Der Munot wurde dabei von aussen primär mittels Nadir- und Oblique-UAV-Aufnahmen erfasst, während die inneren Räume mittels scannenden Tachymetern und einem terrestrischen Laserscanner (TLS) texturiert aufgenommen wurden.

Abb. 2: Eine Auswahl der verwendeten Sensoren: eBee-Microdrohne von Sensefly, P20-Laserscanner und scannender MS50-Tachymeter von Leica.
Die Modellierung des Munots erfolgte indem mittels automatischer Bildorientierung und Dense Image Matching dichte, texturierte Punktwolken aus den Photogrammetrie Aufnahmen abgeleitet, die photogrammetrisch- und TLS-basierten Punktwolken über ein gemeinsames Fixpunktnetz fusioniert und letztlich texturierte 3D-Dreieckvermaschungen abgeleitet wurden. Zur Visualisierung des Munots wurden schlussendlich 3D-Animationsfilme der texturierten 3D-Dreiecksvermaschungen erstellt.


Abb. 3: Der Zugang zum östlichen Wehrgang als texturierte 3D-Dreiecksvermaschung dargestellt.
 Weitere Informationen zum diesjährigen Blockkurs und Details zur bildbasierten 3D-Modellierung des Munots folgen in der diesjährigen September-Ausgabe der Zeitschrift „Geomatik Schweiz“.

Mittwoch, 6. August 2014

Geomatik Summer School 2014

7 Personen nahmen an der diesjährigen Geomatik Summer School teil. Während drei spannenden und lehrreichen Tagen wurde ihnen ein Einblick in die Aktivitäten des Institutes gegeben und verschiedene Programme und Technologien vorgestellt. Mit den gewonnen Kenntnissen konnten die Teilnehmenden selbstständig ein 3D-Modell erstellen und in einer Augmented Reality darstellen.

Teilnehmende Geomatik Summer School

Montag 4. August
Die Teilnehmenden machten sich aus der ganzen Deutschschweiz auf den Weg Richtung Fachhochschule Nordwestschweiz, wo um 9.00 Uhr die Geomatik Summer School startete. Nach einer kurzen Begrüssung wurden sie in die Geoinformatik eingeführt. Dabei ging es hauptsächlich um die Auswertung von GPS-Daten und deren Darstellung in einer Web-Anwendung. Anschliessend kriegten sie einen Einblick in die Messtechnik, im Speziellen ins Laserscanning. Der Tag wurde mit einem Grillplausch auf dem Dach der FHNW abgerundet.

Gruppenbild mit dem Laserscanner

Dienstag 5. August
Am zweiten Tag begaben sich die Teilnehmenden nach Rheinfelden, wo sie einen Bachelorstudenten, der eine Drohnenbefliegung durchführte, begleiten konnten.
Am Nachmittag fanden sich die Schüler wieder in der FHNW ein. Ihnen wurde eine Software vertraut gemacht, mit der sie automatisiert 3D-Objekte erstellen können. Ausgestattet mit dem neuen Wissen starteten die Teilnehmer, in kleinen Gruppen, ein eigenes Projekt zur Erstellung eines 3D-Modells. Am Abend stand ein gemeinsames Essen im Restaurant La Torre auf dem Programm.

Mittwoch 6.August
Am letzten Tag wurde das eigene Projekt fertiggestellt. Dabei wählten die Gruppen ein Objekt in der Nähe der Schule aus, planten die Aufnahme, führten sie durch, generierten das Modell, konvertierten, und visualisierten dieses in einer Augmented Reality. Zum Abschluss wurden die erstellten Modelle gegenseitig vorgestellt.