Montag, 29. September 2014

Lärmbelastung mit dem Smartphone erfassen- ein Projekt für Sekundarschulen


Lärmerfassung mit dem Smartphone
Das IVGI hat im Bereich der Sekundarschule ein neues Modul zum Thema Lärm im Bereich Umwelt entwickelt. Ziel dieser Lerneinheit ist es, die Schülerinnen und Schüler mit der Thematik Lärm vertraut zu machen. Dabei wird wiederum ein hoher praktischer Anteil den Themenbereich vertiefen. Konkret heisst dies, dass nach einer kurzen Einführung mit Hilfe von Smartphones und entsprechenden Apps, die u.a. auch am IVGI entwickelt wurden, Lärmdaten draussen erhoben und anschliessend in einer online Karte visualisiert werden. Die Beschreibung des Konzepts und unserer Apps, die wir erstellt haben, sind unter www.see--you.ch/decibel zu finden. Lehrkräften stellen wir auch eine Powerpoint-Datei für den theoretischen Teil zur Verfügung. Ein solches Schulprojekt kann völlig selbständig durchgeführt werden. Auf Wunsch unterstützen wir die Lehrkräfte aber auch vor Ort.
Anhand des Themas Lärm und der Erfassung vor Ort und anschliessender Visualisierung können einige Schlüsseltechnologien und Konzepte der Geomatik sehr praxisnah vermittelt werden: Wie funktioniert Satellitennavigation, dh. der GPS Chip im Handy? Wie funktionieren online Karten? Wie werden Daten visualisiert? usf. Damit wird den Schülerinnen und Schülern gezeigt, wie wichtig und omnipräsent Geomatik im Alltag ist.
Das Projekt wird u.a. an zwei TecDays (http://www.satw.ch/veranstaltungen/tecday) in Köniz und Uster im Herbst durchgeführt.

Mittwoch, 24. September 2014

Start Herbstsemester 2014 - BSc in Geomatik FHNW

Am Montag den 15. September 2014 begann im IVGI wieder der Studienalltag. Zum Start des Studiums konnten wir 14 neue Studierende im Bachelor of Science in Geomatik begrüssen. Zusammen mit den bereits seit dem Herbstsemester 2013 studierenden umfasst das G2014 17 Studierende – davon 3 Frauen.

Die Studierenden des "neuen" ersten Semesters

Nach der Umstellung des Curriculums im BSc Geomatik im Herbst 2013 wurde das damalige 3. Studiensemester vom 'Curriculum 2005' auf das umfassend revidierte  'Curriculum 2013' umge-stellt. Das 1. Semester startete mit dem 'Curriculum  2013' und das damalige 5. Semester wurde bis zum Studienende im August 2014 nach dem 'Curriculum  2005'  zum Diplom geführt. Mit Beginn des Herbstsemesters 2014 begann das Studium im 5. Studiensemester nun erstmals nach dem 'Curriculum 2013' (Prototypphase) mit den folgenden wesentlichen Neuerungen:
- Wahl von 2 aus 3 Vertiefungsprofilen  (Geodäsie/Ingenieurgeodäsie, Geoinformatik, GIS-Umwelt-Planung)
- Bearbeitung von geomatischen 'Randbereichsthemen' unter Einbezug von Spezialisten aus der Praxis
im'Geomatik-Seminar'
- themenzentrierte Blockprojekte in den jeweils vier letzten Semesterwochen

Die Modulstruktur des BSc-Studiengangs Geomatik

TQual: Erfolgreiche Messkampagne auf dem RhB-Netz



Ziel des "Quality Asset Managementsystem für die Meterspur (TQual)"-Projekts ist die Integration eines hochauflösenden Profillaserscanners in das bestehende stereobildbasierte Mobile Mapping System der Partnerfirma iNovitas AG. Mit der ersten erfolgreich absolvierten Messkampagne für die RhB wurde nun ein wichtiger Meilenstein erreicht.

Der Rail Track Scanner

Für die Erfassung der Gleisgeometrie wird der Rail Track Scanner (RTS), eine Neuentwicklung des Frauenhofer IPM in Freiburg i.Br., verwendet. Der spezielle optische Aufbau des Scanners erlaubt eine Montagehöhe von nur 1,2 Metern über dem Schienenkopf. Der Scanbereich beträgt ca. 1.70 m rechtwinklig zur Fahrtrichtung des Trägerfahrzeugs. Mit rund 800 Scanprofilen oder 2 Millionen Messpunkten pro Sekunde können die Schienen und die im Gleisbett vorhandene Infrastruktur, detailgetreu und hoch präzis dreidimensional erfasst werden.
Rail Track Scanner RTS

Die Messkampagne

Erstmals wurde der Rail Track Scanner in Kombination mit dem 3D-Bilddatenerfassungssystem der Firma iNovitas bei der Befahrung des kompletten Streckennetzes der Rhätischen Bahn (RhB) eingesetzt. Für die Befahrung des 384 Kilometer langen Streckennetzes der RhB wurde das System auf einem Baustellentraktor TM2/2 84 installiert. Bei der erfolgreichen viertägigen Befahrung wurde rund ein Terabyte Scandaten generiert.
Komplettes Messsystem mit 5 Bildsensoren und RTS Scanner auf Schienentraktor der RhB
Das Messystem im Einsatz auf der UNESCO Welterbe-Strecke St. Moritz-Tirano

Ausblick

Im weiteren Verlauf des des vom Forschungsfonds Aargau mit gefördertern TQual-Projekts werden Algorithmen entwickelt, welche aus den 3D-Punktwolken die für die Bahnbetreiber relevanten Gleisparameter (z.B. Überhöhung, Schienenkopfprofil etc.) bestimmen und diese direkt in die cloudbasierten infra3DRail 3D-Bilddienste integrieren.
 
3D-Punktwolke der Gleistrasse

Dienstag, 9. September 2014

Leichtathletik: Wurfweitenmessung vom IVGI


Das 36. „Grosse Meeting für die Kleinen“, organisierte vom Leichtathletik Club Basel, fand dieses Jahr am Sonntag, den 7.9.14 statt. An diesem Meeting, an dem über 600 Wettkämpferinnen und Wettkämpfer im Alter von 11-14 aus der ganzen Schweiz anreisten, werden professionelle Wettkampf-Bedingungen geboten; unter anderem eben auch eine vollelektronische Wurfweitenmessung.




Bereits zum 7. Mal zeichnete sich dafür eine Gruppe Studierender des IVGI (Samuel Hirsbrunner, Claudia Zbinden und Chantal Schild) verantwortlich und zwar in den Disziplinen Speer und Diskus. In Zusammenarbeit mit den Kampfrichtern des LCB und mithilfe der top neuen Messausrüstung MS50 des IVGI und der integrierten Software “Athletics“ von Leica Geosystems AG, wurden die Wurfweiten innert weniger Sekunden genau und zuverlässig bestimmt.

Dieser Anlass  wurde auch genutzt, um den Wettkämpferinnen und Wettkämpfern den Geomatik-Beruf etwas näher zu bringen, in dem man ihnen ermöglichte, unter kundiger Leitung während einer Wettkampfpause mit dem Tachymeter einfache Messungen durchzuführen. Das Angebot wurde rege benutzt und nebst den Berufs-Broschüren waren insbesondere die IVGI-Mässstäbli sehr begehrt.