Mittwoch, 9. Dezember 2015

Zukunftstag 2015

Grosse Vielfalt, gute Stimmung und spannende Workshops am Standort Muttenz. Was hat Dir am Zukunfstag besonders gefallen? 'alles!'

Über 60 Kinder der 5.-7. Schulklasse haben am diesjährigen Zukunftstag 2015 an der FHNW in Muttenz  Peperoni operiert, mit elektronisch verkabelten Bananen Klavier gespielt, eine Webseite oder Lärmkarte gestaltet, Papierbrücken, Boote oder Roboter gebaut, mit Python programmiert oder milimetergenau vermessen. Die fünf ausgebuchten Workshops in den Spezialprogrammen 'Mädchen-Technik-los' (HLS, HT, HABG), 'Mädchen-Bauen-los' (HABG) und 'Mädchen-Informatik-los' (HABG) waren ein neuer Rekord für den Standort Muttenz.
Am IVGI wurden in Zusammenarbeit mit den IT Services zwei Spezialworkshops angeboten:
Im Geomatik-Workshop konnten die Mädchen mit Smartphones dB-Werte messen. Gleichzeitig trackten die Messgruppen ihre Bewegungen mit einem GPS-Empfänger. Die Mädchen erstellten daraus mit viel Enthusiasmus eine Lärmkarte. Einige waren so begeistert, dass sie jede freie Minute - über Mittag und vor dem Apéro am Nachmittag – opferten, um ihre Lärmkarte zu perfektionieren und Fragen zu stellen! Am Nachmittag machten sie sich auf Schatzsuche und konnten an unterschiedlichsten Messgeräten selbst Hand anlegen.

Spezialworkshops am IVGI: Pythonprogrammierung, Vermessung, GIS (Fotos: A. Horlacher, M. Ingold)


Bei den 'Informatik-Mädchen' war Kreativität gefragt, sei es um mit Hilfe von Python Bilder zu erzeugen oder um eine Weseite mit HTML zu entwerfen. Zwei 'Computersprachen' an einem Tag! Die Begeisterung der Mädchen schlägt sich auch hier in den Rückmeldungen wieder. Auf die Frage: 'Kannst Du Dir vorstellen, den Beruf zu lernen, den du heute kennengelernt hast?' gab es viele positive Antworten: ' Ja, weil … es war sehr spannend und toll', '…es sehr cool ist' oder '…es mich sehr interessiert hat'.

Im Workshop 'Mädchen-Bauen-los'  des IBau entwarfen die Teilnehmerinnen die unterschiedlichsten Bootstypen, welche dem turbulenten Wasserkanal stand halten mussten. Die statisch optimierten Papierbrücken konnten Belastungen von bis zu 1.4 kg aushalten. Durch den Workshop führten zwei Studentinnen des IBau mit viel Engagment!

Mitarbeitendenkinder 'erleben' die grosse Vielfalt an der FHNW in Muttenz (Fotos: A. Horlacher)
Den Kindern, die Mitarbeitende der FHNW an diesem Tag zur Arbeit begleiteten, wurden ebenfalls vielfältige Einblicke in die Tätigkeiten am Standort Muttenz geboten: von der Mathevorlesung über das Verfahrtenslabor das Bananenklavier, die Operationssimulation und das Energie- und Lichtlabor bis hin zur Vermessung. So konnten die Kinder in die Rollen von Studierenden schlüpfen, sich als Chirurgin oder Chirurge betätigen, Musik spielen, im Labor aktiv werden, Licht mit allen Sinnen erfahren und nähreres über hochgenaue Messtechnologie lernen. Die Kinder haben wohl mehr von den Aktivitäten am Standort Muttenz gesehen und erlebt als so manche von uns!

Am Apéro und in den Pausen kam auch das Soziale nicht zu kurz (Fotos: A. Horlacher, M. Ingold)
Beim abschliessenden Apéro durften die Kinder ihren Eltern stolz ihre selbst gebauten Roboter, ihren programmierten Kunstwerke, statisch geprüften Papierbrücken, die selbst erfassten und gestalteten Lärmkarten und fantasivollen Boote präsentieren. Ein Highlight war wieder einmal der 'Sandkasten des IVGIs'. Die Begeisterung war überall zu spüren, sei es bei den zufriedenen Kindern, den stolzen Eltern oder bei den hochengagierten Workshopleitenden und Helferinnen. Ihnen allen an dieser Stelle ein ganz grosses Dankeschön… auch von Seite der Eltern. Zitat aus einer Feedback-Mail: 'Kurzum: Wir stellen die Bestnote aus und bedanken uns beim Organisationsteam und den Mitarbeitenden der FHNW sehr herzlich für das ausserordentliche Engagement und die Grosszügigkeit.'

Dienstag, 8. Dezember 2015

Erfolgreicher Projektabschluss "TQual"

Das Projekt "Track Quality Asset Managementsystem für die Meterspur" hatte die Entwicklung eines flexibel einsetzbaren Messsystems für die effiziente Erfassung von Gleisparametern zum Ziel. Diese Parameter dienen als Grundlage für den Aufbau einer zeitgemässen Diagnostik für ein Infrastruktur-Erhaltungsmanagement. Das Projekt wurde zusammen mit dem Wirtschaftspartner iNovitas AG und mit der Unterstützung des Forschungsfonds Aargau realisiert.

Projektteil 1: Aufbau eines flexiblen Messsystems
Insbesondere auf dem Schmalspurmarkt existieren heute keine entsprechenden Messfahrzeuge, welche die gewünschten Messungen umfassend durchführen können. Die Nichtexistenz ist damit zu erklären, dass einerseits der Markt zu klein ist und anderseits die existierenden Messsysteme (Diagnosefahrzeuge) für eine Privatbahn bzw. Meterspurbahnen entsprechend zu teuer sind.

Die heute auf Diagnosefahrzeugen eingesetzte Sensorik und Messverfahren sind gebunden an ein festinstalliertes Messschienenfahrzeug. Entsprechend ist die Flexibilität bzw. der Einsatz des Messsystems auf diversen Schmalspurnetzen sehr schwierig, umständlich und damit teuer.

TQual hatte das Ziel, neuste Entwicklungen im Bereich der Erfassungssensorik mit einem neuen Messverfahren zu kombinieren, wodurch die angestrebte und notwendige Flexibilisierung der Datenerfassung ermöglicht wird.
Zu diesem Zweck wurde ein spezieller hochaufgelöster Scanner zusammen mit der Fraunhofer Gesellschaft entwickelt und ein flexibler Messsystemaufbau realisiert. Entsprechende Messsystemkalibrierverfahren wurden entworfen und implementiert.
Das entwickelte Messsystem konnte im Rahmen des Projektes erfolgreich für eine Streckennetzdeckende Messkampagne eingesetzt werden.
Der Rail Track Scanner im Einsatz bei der Rhätischen Bahn, den Verkehrsbetrieben Zürich und der Gornergratbahn

Projektteil 2: Datenauswertung

Auf Basis der erfassten Daten wurden in einem zweiten Projektteil spezielle Auswertealgorithmen und Datenverarbeitungs-Workflows entwickelt, welche es ermöglichen die gesuchten Gleisparameter aus den erfassten Rohdaten zu extrahieren. Diese Daten können im Anschluss für die Gleis-Diagnostik verwendet werden und bilden damit die Basis für ein messtechnisch gestütztes Gleis-Erhaltungsmanagement.

Die erreichten Projektresultate konnten erfolgreich mit unabhängig gemessenen Gleisparameter-Daten verifiziert und damit das entwickelte Messsystem auf deren Funktionstüchtigkeit hin geprüft werden.
Rohpunktwolke und interpretierte Gleisoberflächenabschnitte als Grundlage für die Parameterextraktion
Fazit

Die iNovitas AG hat die Projektresultate als Zusatzmodul TQC in ihr infra3DRail Produkteportfolio integriert.
Durch das TQual-Projekt konnte das vorhandene Knowhow am Institut Vermessung und Geoinformation (IVGI) zum Thema Mobile Mapping im Allgemeinen und zum bildbasierten Mobile Mapping im Speziellen um den Bereich Mobile Laserscanning (MLS) mit Hochleistungsscannern erweitert werden. Damit konnten die früheren Erfahrungen und Kenntnisse zu den Möglichkeiten und Grenzen von MLS deutlich ausgebaut werden. Das TQual-Projekt hat dem IVGI-Team auch den Einstieg in den neuen Anwendungsbereich des Infrastrukturmanagements im Bahnbereich ermöglicht.
Im Rahmen der Gornergratbefahrung mit dem TQual-System wurde ein kurzer Beitrag in der Sendung "Schweiz Aktuell" im Schweizer Fernsehen ausgestrahlt.
https://www.youtube.com/watch?v=CCv4zCVJ9fE

Freitag, 4. Dezember 2015

IVGI-Studierende an der 7. KonGeoS in Oldenburg

Nachdem die Konferenz der Geodäsie Studierenden (KonGeoS) in Bonn im letzten Semester terminbedingt nicht besucht werden konnte, freuten wir uns umso mehr in Oldenburg, im hohen Norden Deutschlands, wieder vertreten zu sein. Sieben IVGI-Studenten aus dem dritten und fünften Semester des Bachelor-Studienganges nahmen die weite Reise in die Stadt, in der Dieter Bohlen aufgewachsen ist, auf sich.
Die KonGeoS besteht aus den Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit Bezug zu der Geodäsie. Rund 160 Studierende nahmen in diesem Semester am Treffen teil. Auch dieses Mal wurden aktuelle Themen in Arbeitsgruppen bearbeitet und anschliessend präsentiert. Dazu gehören die Auswertung der Erstsemesterumfrage und die Übersicht der Master Studiengänge. Die Resultate können über die Homepage der KonGeoS unter www.kongeos.de betrachtet werden. Auch gibt es auf dem Internetauftritt ab sofort eine gratis Jobbörse.
Im Exkursionen-Block wurden vom Oldenburger Organisationsteam viele interessante Führungen angeboten. So konnte zum Beispiel die Firma Premium Aerotec besucht werden. Aerotec erstellt hochkomplexe Teile für den Flugzeugbau. Airbus und der Eurofighter gehören zu den Hauptabnehmern. Interessant war auch die Besichtigung der Nord-West-Ölleitung. Dort müssen die Schiffe ziemlich genau an den Steg andocken um anschliessend das Rohöl abpumpen zu können. Das Öl wird anschliessend zu den Raffinerien bis nach Köln geliefert.
Nicht nur das Fachliche stand im Zentrum. Auch die Vernetzung unter den Studierenden war das Thema. Bei einem Bier konnten viele neue Freundschaften geknüpft werden.
Es sind sich alle einig: Die KonGeoS in Oldenburg war ein voller Erfolg. Kann dies Graz (Österreich) im nächsten Semester vom 26. bis 29. Mai 2016 toppen?

IVGI Studierende an der KonGeoS: Samuel Järmann, Dimitri Von Arx, Pascal Stucki, David Studer, Jonathan Senn, Markus Schär und Stefan Schönenberger (vlnr).

Ziehen alle Taue gleichmässig? Sensoren in den Haken geben Aufschluss darüber. (Bild: NWO)