Donnerstag, 15. Dezember 2016

Abschiedsvorlesungen von Prof. Beat Sievers (23. Nov. 2016) und Prof. Dr. Stephan Gass (6. Dez. 2016)

Zuerst verabschiedete sich Prof. Beat Sievers vor vollen Rängen von seinen Fachkollegen, siehe Abb. 1. In seinem Referat mit dem Titel "40 Lebensjahre für die Ingenieur-Vermessung  −  Projekte, Erfahrungen, Erkenntnisse und Vorhaben" liess er seine Tätigkeit Revue passieren.
Abb1 und 2: Beat Sievers bei seiner Abschiedsvorlesung
Seine abwechslungsreiche berufliche Laufbahn führte über die Stationen Studium an der ETHZ, Praktika bei Swissair Photo und Vermessungen AG, Nachführungsgeometerbüro H. Reimann in Sumiswald BE und bei H.J. Matthias AG, Lenzburg, Assistent und Oberassistent an der ETHZ zur Tätigkeit als Ingenieurgeometer / Ingenieurgeodät / Geoinformatikingenieur bei Flotron AG, Meiringen. Anschliessend wechselte er zu Markwalder und Partner AG, Burgdorf und arbeitete danach als selbstständiger Geomatik Unternehmer.

Die letzten 15½  Jahre versah er die Professur für Geodäsie und Navigation an der FHBB/FHNW. Der Inhalt seiner Lehrtätigkeit war
  • geodätische Statistik: Beurteilung von Messgrössen, Fortpflanzung von systematischen und zufälligen Messabweichungen in Funktionen
  • Ausgleichungsrechnung (vermittelnd, bedingt, Gauss-Helmert)
  • (höhere) Geodäsie (d.h. Landes- und Erdvermessung)
  • Globale Navigationssatelliten Systeme GNSS (GPS, GLONASS, Galileo)
  • Ingenieurgeodäsie
  • Projektmanagement in der Vermessung

Forschung und Entwicklung sowie Dienstleistungen für Dritte betrieb er im Rahmen von Bachelor- und Master-Arbeiten sowie Messkampagnen, z.T. in Zusammenarbeit mit P. Mahler und B. Fischer. Arbeiten aus den Themen
  • Bezugsrahmenwechsel (LV03↔LV95 bzw. Gauss-Krüger nach ETRS89/UTM)
  • Homogenisierung von Fixpunktnetzen
  • Interpolation (verschiedene Methoden) mit Softwareerstellung und Erarbeitung von Qua-litätsindikatoren
  • praktische Untersuchung neuer Instrumente und Auswertesoftwares und Erarbeiten von Erkenntnissen und Einsatzgrundsätzen
  • Integration moderner Aufnahmeverfahren mit GIS
  • GNSS:    Untersuchung von Vernetzungsmethoden (VRS, MAC, FKP)
  • GNSS:    Einsatz von Referenzstationen in Post-Processing und Echtzeitkinematik (swipos-PP, swipos-INFRA, swipos-GIS/GEO und Leica Spider/refnet)
  • GNSS:    Untersuchung von modernen Übertragungstechniken (GSM, Internet) und Datenformaten (RTCM 3.1 / 3.2 MSM)
  • Deformationsmessungen mit Auswertung und Analyse (Schwanderbärgli bei Brienz, Schlipf bei Riehen; 2½D oder 3D ausgeglichen robust und MdkQ)
  • Bestimmung rezenter Krustenbewegungen (Wildhorndecke, Strain-Zone Le Pont, SGK-Netz Turtmann; 3D; zusammen mit swisstopo)
  • Fixpunktnetz höchster Genauigkeit für das Felslabor Mont Terri (mit swisstopo)
  • Geomonitoring (Systemaufbau, Installation, Betrieb, Auswertung)
führten zur
  • Mitwirkung beim Aufbau des Leitfadens der V+D für die Anwendung geometrischer Transformationsmethoden in der amtlichen Vermessung (2008).

Die Informatik spielte im Berufsleben von Beat Sievers immer eine herausragende Rolle. In sei-ner Studienzeit gab es noch Kartenlocher und Lochkarten als Standardeingabe für Rechner, vgl. Abb. 3. Vor dem PC rechnete man am Zentralrechner an einer Eingabe-Tastatur, Abb. 4.

Abb3: Lochkarte und Lochkartenstanzer
Abb4: Arbeiten am Zentralrechner
Neben seiner beruflichen Kerntätigkeit engagierte sich Beat Sievers noch bei der Geometerkommission als Prüfungsexperte, Themenkreis-Chef, Kommissionsmitglied und Leiter Ausschuss Theoretische Vorbildung. An der FHNW war er Mitglied der Mitwirkungsorganisation. Allseits wird ihm Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Präzision attestiert.

Mit Beat Sievers verlässt ein prägender Geomatik-Ingenieur und Lehrer sowie ein interessanter Diskussionspartner das IVGI der HABG/FHNW.

Prof. Dr. Stephan Gass erteilte seit 1985 an der IBB/FHBB/FHNW die Fächer Deutsch bzw. Kommunikation und Recht. Daneben versah und versieht er weiterhin das Amt eines kantonalen Oberrichters im Kanton Basel-Landschaft. Dort hatte und hat er die verschiedensten Fälle zu beurteilen, was zu einem reichhaltigen Fundus an konkreten Beispielen führte. Ehemalige StudentInnen erzählen denn auch, wie Stephan Gass es verstand, einen sehr interessanten Unterricht zu gestalten, in dem echte Fälle eine wichtige Rolle spielten. Rollenspiele mit Klägerpartei, Angeklagten mit Verteidigern und Richtern führten die StudentInnen in Rechtslehre ein.

In seiner Abschiedsvorlesung behandelte Prof. Dr. S. Gass nochmals einige juristische Fragestellungen, welche ihn in seiner Lehrtätigkeit beschäftigt hatten. Bauingenieure, Bauherren und Architektinnen sowie die Verwalter des Grundbuchs benötigen grundlegende Rechtskenntnisse, da ihre Tätigkeiten auch immer juristische Folgen auslösen.
Abb5: Stephan Gass an seiner Abschiedsvorlesung
Abb6: Stephan Gass im Büro
Stephan Gass studierte zuerst Geschichte, Deutsch und Englisch bis zum lic. phil. I an der Uni Basel. Anschliessend doktorierte er an der Uni Bern zum Dr. phil. hist. über "Französisch-Ungarische Beziehungen nach dem 1. Weltkrieg", dies neben dem Besuch von Vorlesungen der Uni Wien über Osteuropäische Geschichte und Sowjetologie und dem Erwerb von Russischkenntnissen. Neben seiner Tätigkeit an der Fachhochschule und am Obergericht nahm er auch an DEZA-Projekten teil, in denen es um die Unterstützung ehemals kommunistischer Länder Osteuropas beim Aufbau einer unabhängigen Justiz ging. Seine Studien in Bern und Wien bildeten dazu eine gute Vorausetzung.

Mit Stephan Gass verlässt ein hervorragender Lehrer und Jurist sowie ein interessanter Diskussionpartner das IVGI der HABG/FHNW.

Mittwoch, 30. November 2016

Tag der Geomatik an der FHNW in Brugg

Am 16. November 2016 organisierten das Institut Vermessung und Geoinformation (IVGI) der FHNW in Muttenz und die ETH Zürich gemeinsam und zeitgleich einen weiteren  "Tag der Geomatik". Dieser fand am internationalen GISday statt, an welchem sich weltweit wiederum mehrere Millionen Personen an unzähligen Veranstaltungen von Geoinformationssystemen (GIS) begeistern liessen.

Am Posten "Vom 3D-Modell  zum 3D-Druck"
Der Tag der Geomatik richtete sich an ein junges bis jung gebliebenes Publikum, das sich für die Thematik von Karten, Navigation oder Vermessung interessiert und herausfinden wollte, was sich denn alles hinter dem Begriff Geomatik versteckt. An der FHNW in Brugg hatten Mitarbeitende des IVGI ein vielfältiges und spannendes Programm vorbereitet. Die interaktiven Posten und ihre Themen reichten von bekannten Themen wie  "Drohnen als Minisatelliten", "Street View für Fortgeschrittene", "Vom Objekt zum 3D-Modell zum 3D-Druck", "Schatzsuche mit GNSS", "Augmented Reality Sandbox" bis hin zu den neuen Posten "Swissarena" und einem "Virtuellen Durchgang durch AugustaRaurica".
  
Begeisterung beim Ausprobieren der Sandbox

Vor allem an der Augmented Reality Sandbox herrschte ein grosser Andrang. Hier erforschten vor allem die jüngeren, aber auch ältere Besucherinnen und Besucher die physische und digitale Landschaftsmodellierung, die Geheimnisse von Höhenkurven und die faszinierenden Möglichkeiten von virtuellen Überflutungs-Simulationen.


Verfolgen der aktuellen Flugbewegungen mit dem SwissAR-App

Verschiedene Besucherinnen und Besucher benutzen auch die Gelegenheit, sich die SwissAR-App zu Gemüte zu führen. So konnten die aktuellen Flugbewegungen im Raum Zürich verfolgt, die aktuellen Wetterverhältnisse geklärt und die Geografie-Kenntnisse überprüft werden.


"Flugschau" mit der Drohne
Im Freien faszinierten vor allem das eigene "Street View" Fahrzeug des IVGI mit seinen verschiedenen Kameras sowie die Live-Flugvorführung der Oktokopter-Drohne des Instituts. Neu konnte dieses Jahr eine Flugvorführung dem interessierten Publikum auch wirklich gezeigt werden. Aufgrund des einsetzenden Regen musste diese jedoch frühzeitig abgebrochen werden.

Besuch des Direktionspräsidenten FHNW
Ein Höhepunkt bildete der Besuch des Direktionspräsidenten FHNW Prof. Dr. C. Bergamaschi, welcher mit treffenden Worten die anwesenden Gäste und Schüler über die Vorteile einer Lehre mit einem anschliessenden fachspezifischem Studium an der FHNW informierte.


Das "Geomatik-Sandwich-Buffet"
An einem Geomatik-Sandwich-Buffet im wörtlichen Sinn, konnten die zahlreichen Teilnehmenden sowie die Helferinnen und Helfer anschliessend über die faszinierenden Facetten des Fachgebiets diskutieren und auf einen erfolgreichen "Tag der Geomatik" anstossen. Ein grosses Dankeschön an das Organisationsteam des IVGI für den gelungenen Anlass!

Weitere Impressionen und Rückblicke auf den diesjährigen "Tag der Geomatik" sowie die Einladung für den nächstjährigen Anlass sind bald auf TagDerGeomatik.ch zu finden.


Donnerstag, 17. November 2016

Studierende berichten: Besuch der Klasse G1 an den Leica Geomatik-News

Am Donnerstag, dem 10. November 2016, besuchte die Klasse G1 die Leica Geonmatik-News im Technnopark

Zürich. Kurz vor neun Uhr morgens trafen wir uns im Technopark. Gut gelaunt freuten wir uns zusammen mit weiteren 300 Teilnehmern bei einem Kaffee und Gipfeli auf den Anlass.
Am Morgen wurden uns sechs Vorträge über verschiedene Themen im der Geomatik präsentiert.
Zuerst wurde uns etwas über die Digitale Realität präsentiert. Dieser Vortrag hat uns sehr gut gefallen, da der Referent, Jürgen Dold - CEO der Hexagon & Leica Geosystems, diesen sehr überzeugend,  frisch und inspirierend vorgetragen hat. Die Präsentation von Herr Ferraro zum Thema Einsatz von Laserscanning im BIM fanden wir nicht im gleichen Masse informativ. Vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass es nur eine Liveschaltung war und wir deswegen den Referenten auf der Bühne visuell nicht wahrnehmen konnten. Die Präsentation von Marc Troller (skyguide) zum Thema Innovative Flugnavigation hat uns neue Aspekte der Einsatzmöglichkeiten von GNSS aufgezeigt.
Nach einer Kaffeepause hat Herr Peter Mahler uns das Projekt 'Mont Terri' der FHNW präsentiert. Unter anderem führt die FHNW dort Deformationsmessungen in Lage und Höhe durch. Danach wurde uns eines der neusten Leica-Innovationen vorgestellt. Herr Nuzzo präsentierte uns Leica BackPack. Dabei handelt es sich um ein neues Hybridinstrument zur schnellen und präzisen Datenerfassung. Die Firma Agricircle AG präsentierte uns am Schluss, wie man Drohnen mit Hydrosensoren in den Weinbergen, einsetzten kann.
G1 im Technopark an den Geomatik News 2016

Nach dem Mittagessen wurden noch neue Instrumente von Leica präsentiert. Zudem konnte man noch Ausstellungsstände von Partnerfirmen von Leica besuchen.

Montag, 14. November 2016

Das IVGI an den Geomatik-News von Leica

Gleich zweifach war dieses Jahr das IVGI an den 30. Geomatik-News von Leica Geosystems AG vertreten. Zum einen hielt Peter Mahler eine Präsentation zum “Mont Terri Projekt, St. Ursanne“, zum anderen betrieben Stefan Blaser und Wissam Wabeh einen Informationsstand zum Thema “Unsichtbares sichtbar machen dank Virtuel Reality“.

Grosser Andrang am Informationsstand zum Thema Virtual Reality
Das Mont Terri Projekt ist ein internationales Forschungs-Projekt, in welchem der Opalinuston eingehend untersucht wird, da er als Wirtsgestein für ein geologisches Tiefenlager zur Entsorgung von radioaktivem Abfall favorisiert wird. Zu diesem Zweck wurde von swisstopo in Zusammenarbeit mit der FHNW ein hochpräzises Grundlagen- und Deformationsnetz angelegt, um dreidimensionale Veränderungen zu detektieren und für Experimente eine Georeferenzierung zu realisieren. Aktuelle Resultate und weitere Vorhaben wurden präsentiert (siehe auch http://web.fhnw.ch/habg/projekte/mont-terri).

Im Vortragssaal der Geomatik-News
Die Möglichkeit, eine spezielle Virtuel Reality World am Stand des IVGI zu erleben, wirkte wie ein Besucher-Magnet. Ständig schauten Jung und Alt mit Hilfe von VR-Brillen in alle Richtungen und erlebten so einen Blick in die Vergangenheit, wie es vor 2000 Jahren dank digitaler Aufbereitung in der Römer-Stadt von Augusta Raurica ausgesehen haben könnte. Auch wurden Auskünfte an Interessierte zum Geomatik-Studium an der FHNW erteilt sowie Give Aways und Informationsmaterial verteilt.
Die Ausgabe der diesjährigen Geomatik-News bot den rund 400 Gästen wiederum ein reichhaltiges und interessantes Programm. Die Präsentationen berichteten von der digitalen Realität in der Geomatik, über BIM im Out- und Indoor-Bereich, dem Einsatz von GNSS-Technologien bei skyguide und dem Einsatz von UAV’s im Weinbergbau. Produktevorträge über ein neues App für GeoMonitoring und neuste GNSS-Empfänger sowie eine Ausstellung verschiedenster Erzeugnisse und Dienstleistungen in der Geomatik-Branche rundeten das gelungene Programm ab.

Donnerstag, 3. November 2016

Studierende berichten: G3 - Exkursion Leica Geosystems AG Heerbrugg

Im Rahmen des Moduls 'Geodätischen Messtechnik II'  hat die Klasse G2015 am Donnerstag, 27.10.2016, die Leica Geosystems AG in Heerbrugg besucht. Der Tag war von A bis Z mit einem interessanten und vielversprechenden Programm gefüllt. Wir wurden um 09:30 Uhr im Showroom mit Kaffee und Gipfeli empfangen. Anschliessend wurde die Leica Geosystems AG durch Martin Vögele - Geschäftsführer der Leica Geosystems Schweiz AG - vorgestellt.

Hans-Herbert Tüxsen bei seiner Präsentation der P40
Weiter ging es mit interessanten Fachvorträgen und Demonstrationen. High Definition Surveying wurde von Hans-Herbert Tüxsen (Produktmanager HDS) vorgestellt. In einer Live-Demo konnten wir die Funktionen der neusten Scan-Station P40 sehr anschaulich und einfach kennen lernen.

Das grosse Thema der Baumaschinensteuerung mit ihrer Anwendung auf Dozer, Bagger, Pistenbully, Fertiger und vielem mehr, hat uns David Zimmermann nähergebracht. Anhand einiger Produktvideos und ausführlicher Erklärungen konnten wir uns ein Bild von diesem grossen und interessanten Einsatzgebiet der Leica Produkte machen.

Nach dem offerierten Mittagessen wurde die Klasse in zwei Gruppen durch die Produktionswerkstätten, Polymeca, Swiss Optics AG, den technischen Service und die Geomatics Montage geführt. Nachdem wir nun wussten, wo die durch uns verwendeten Instrumente entstehen, traf man sich wieder im Showroom für eine Demo der neuen Leica Nova MS60. Norbert Kotzur erklärte die neue On-Board Software Captivate und die neusten Funktionen der MS60, wie zum Beispiel die verbesserte Prismenverfolgung. Den Abschluss der Vorträge machte Herrn Wolfgang Hardegen. Er hielt einen Vortrag zum Thema Leica und Qualitätsmanagement.

Spannende Ausführung während der Führung durch die Produktionswerkstätten

Abgeschlossen wurde dieser Tag mit einer Diskussionsrunde, bei welcher nochmals alle Referenten für Fragen zur Verfügung standen. Wir blicken auf einen sehr gelungenen Besuch bei der Leica Geosystems AG zurück und bedanken uns für die Gastfreundschaft, die interessanten Demonstrationen  und das offene Beantworten unserer Fragen.

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Space Career Event der ESA und des Swiss Space Centers an der FHNW in Muttenz

Am Montag 24. Oktober um 17:00 Uhr hat der ESA Space Career Event erstmals an der FHNW in Muttenz stattgefunden. Der Anlass ist Teil der Swiss Space Roadshow: „Be a Star in ESA’s universe“,
die vom Swiss Space Center organisiert wird, zu dessen Mitgliedern auch die FHWN zählt. Vor voll besetzter Aula referierten Vertreterinnen und Vertreter des Swiss Space Centers, des Swiss Space Office, der ESA und der Raumfahrtindustriepartner mit viel Engagement und Begeisterung über mögliche Berufseinstiege für Hochschulabsolventinnen und -absolventen. Neben interessanten Details zu ihren persönlichen Werdegängen gaben die Referentinnen und Referenten ein Überblick über die Schweizer Beteiligung an internationalen Raumfahrtmissionen.

Voll besetzte Aula am Space Career Event des Swiss Space Centers
Astronauten werden derzeit zwar keine angeheuert – aber gut qualifizierte Ingenieure und naturwissenschaftliche Fachkräfte sind bei der ESA und in der Raumfahrtindustrie immer gefragt. Nach den Inputreferaten standen acht Expertinnen und Experten für eine offene Fragerunde zur Verfügung. Die angerissenen Diskussionen wurden beim abschliessenden Apero noch bis um 20:30 Uhr vertieft. In den Referaten wie in der anschliessenden Diskussion wurde deutlich: Junge Aspirantinnen und Aspiranten bringen am besten viel Faszination für das All und Begeisterung für die Raumfahrttechnologie mit. Jenen, denen der Sprung ins Space Business gelingt, ist der Gänsehautfaktor bei der Arbeit garantiert.

Wer für die ESA arbeitet ist begeistert vom All und der Raumfahrttechnologie


IVGI an der Basler Berufs- und Weiterbildungsmesse

Die Basler Berufs- und Weiterbildungsmesse (www.basler-berufsmesse.ch) lockte bereits zum sechsten Mal Eltern, Jugendliche, Lehrpersonen und Weiterbildungsinteressierte an. 30`000 Besucher konnten an der Messe interessante Berufe und Weiterbildungsmöglichkeiten bei knapp 100 Ausstellern erkunden, erleben oder sich darüber informieren. Am Stand der FHNW durften Studierende und Mitarbeitende auf unzählige Fragen zu Studium und Studienrichtungen antworten. Das Institut Vermessung und Geoinformation (IVGI) war ebenfalls mit Fachkräften und einem Anschauungsprojekt vor Ort.

Abbildung 1: Der Stand der FHNW mit Informationen zum Studium.
Jugendliche, Eltern und Weiterbildungsinteressierte konnten am FHNW Stand erfahren, was für Weiterbildungsmöglichkeiten an der FHNW angeboten werden und wie der Bildungsweg bis dahin aussehen kann. Zusätzlich konnten interessante Details zu unterschiedlichen Studien-gänge im Gespräch mit den Fachkräften der FHNW in Erfahrung gebracht werden. Diese Chance wurde rege genutzt.

Ausser den weitreichenden Auskünften zu Geomatik und dem damit verbundenen Studium an der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik, zeigten Studierende und Mitarbeiter des IVGI ein aktuelles Projekt an dem FHNW Stand. Die digitale 3D-Welt von Augusta Raurica zu Römerzeit konnte virtuell mit VR-Brillen erkundet werden. Diese Erkundungsmöglichkeit wurde im Rahmen einer Master Projektarbeit erarbeitet. Dabei zeigten Jung und Alt grosses Interesse an der virtuellen 3D-Erkundung von der digital nachgebauten Römerstadt.

Abbildung 2: Erkundung von der digital nachgebauten Römerstadt Augusta Raurica in virtueller Form.

Donnerstag, 13. Oktober 2016

CAS 3D GEO und Fachtagung 3DGI 2016 – IVGI lanciert 3D-Weiterbildung



Unter dem Motto "3D-Geoinformation in Aktion" lancierte das Institut Vermessung und Geoinformation (IVGI) der FHNW in der letzten Septemberwoche gleich zwei Weiterbildungsangebote im Bereich 3D-Geoinformation. So startete erstmals der «CAS 3D GEO», der neue Zertifikatslehrgang 3D-Geoinformation, dessen Startwoche mit der spannenden und gut besuchten Fachtagung «3DGI 2016» gekrönt wurde.

CAS 3D GEO – erster Durchgang gestartet
Nach fast zweijähriger Vorbereitungszeit begann am 26. Sept. 2016 unter der Co-Leitung von Christoph Hess und Prof. Dr. Stephan Nebiker und mit Unterstützung zahlreicher Dozentinnen und Dozenten aus Praxis und Hochschule der erste Durchgang des neuen CAS 3D GEO mit insgesamt 16 Teilnehmenden. Der Zertifikatslehrgang trägt den zukünftigen fachlichen Anforderungen nach einem kompetenten Umgang mit 3D-Geodaten Rechnung. Er vermittelt das Wissen und praktische Kompetenzen zur Erfassung, Modellierung, Verarbeitung, Verwaltung, Analyse und Nutzung von Daten in der dritten Dimension und richtet sich primär an Hochschulabsolventinnen und -absolventen aus dem Geoinformationsbereich.

Der CAS 3D GEO wurde gemeinsam mit der Fachhochschule Westschweiz HES-SO, insbesondere der Haute école du paysage, d'ingénerie et d'architecture de Genève hepia konzipiert und wird durch die folgenden Partner unterstützt: Bundesamt für Landestopografie swisstopo, Cadastre Suisse, KKGEO und SOGI.

Am Starttag erfolgte nach einer kurzen Vorstellungsrunde der Teilnehmenden aus den unterschiedlichsten Geoinformationsbereichen eine Einführung in die verschiedenen Facetten der 3D-Geoinformation mit teils etablierten aber auch neuartigen 3D-Repräsentationsformen. Diese wurden umgehend in Gruppenarbeiten anhand eigener Anwendungen reflektiert und diskutiert. An den Folgetagen standen UAV-Photogrammetrie sowie luftgestütztes und terrestrisches Laserscanning auf dem Programm.

Begrüssung der CAS-Studierenden durch Prof. Markus Steinmann, Leiter Weiterbildung der HABG
 Gruppenarbeit am Starttag des CAS 3D GEO

Der Starttermin für die nächste Durchführung des CAS 3D GEO 2017 ist bereits fixiert. Der nächste Lehrgang wird am 25. Sept. 2017 starten; Anmeldefrist ist der 17. Juli 2017. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden sich unter www.fhnw.ch/habg/weiterbildung/cas-3d-geo/2017.

Erfolgreiche Fachtagung 3DGI 2016

Nach früheren Durchführungen von 3DGI-Fachtagungen an der FHNW, bot die Lancierung des neuen CAS 3D GEO den Anlass einer Neuauflage. Die öffentliche Fachtagung «3DGI 2016» vom 29. Sept. 2016 am FHNW Campus in Olten zog 140 Teilnehmende an, die sich mit 12 hochkarätigen Referaten und interessanten Diskussionen über die neusten Trends und Entwicklungen aber auch über aktuelle Anwendungen aus der Praxis informieren konnten. Das Spektrum der Beiträge reichte von der Roboter-Navigation sowie web-basierten 3D-Geoportalen und -Atlanten über 3D-Infrastrukturmanagement in der Cloud bis hin zu 3D-Stadtplanung und zum Einsatz von Augmented Reality im Geoinformationsumfeld.

Die Folien der Beiträge sind auf der Tagungshomepage www.3dgi.ch/3dgi2016 verfügbar.

Ein grosses Dankeschön an das Organisationsteam um Christoph Hess, Kathrin Crollet und Stephan Nebiker für die ausgezeichnete Organisation der mehrsprachigen Fachtagung 3DGI 2016.

Impressionen von der gut besuchten Fachtagung:
Live-Demo des neuen 3D-Viewers von map.geo.admin.ch durch Cédric Moulet, Swisstopo
Angeregte Diskussionrunde




Dienstag, 11. Oktober 2016

Bericht Wurfweitmessung Basel vom 11. September 2016

Am Sonntagmorgen den 11. September 2016 um 08:00 Uhr haben sich vier Studierende vom IVGI aus dem 2. und 4. Semester (Samuel Järmann, Dominik Wisler, Lucia Meneghin und Ursina Pünter) an der FHNW getroffen. Ziel war ein Einsatz für das 38. «Grosse Meeting für die Kleinen» im Sportzentrum Schützenmatte in Basel, welches alljährlich vom LC Basel organisiert wird. Die Studierenden waren gemeinsam mit den Kampfrichtern des LC Basel zum 9. Mal verantwortlich für die vollelektronische Weitwurfmessung in den Disziplinen Diskus- und Speerwurf. Um genaue und zuverlässige Resultate zu liefern waren 2 Leica MS50 des IVGI mit dem Programm «Athletics» der Leica Geosystems AG im Einsatz. Die Wurfweitmessung wurde nach den Richtlinien von Swiss Athlethics durchgeführt, womit den rund 344 Kindern aus der ganzen Schweiz zwischen 10 und 14 Jahren professionelle Wettkampfbedingungen geboten wurden. Die Zusammenarbeit mit den Organisatoren, Kampfrichtern und Helfern war sehr angenehm und kollegial, was uns auf einen gelungenen Anlass zurückblicken lässt.

Auch die Teilnehmenden konnten probeweise messen

Wettkampf Speerwurf

Mittwoch, 21. September 2016

Institut Vermessung und Geoinformation FHNW (IVGI) BSc Geomatik und MSE Geomatics – Start Herbstsemester 2016

Alle Jahre wieder, Woche 38, das neue Studienjahr beginnt. Am Montag, 19. September 2016 begrüsste Ruedi Hofer, der neue Direktor der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW (HABG), die neueintretenden Bachelor- und Master-Studierenden an der HABG. Darunter befanden sich auch 15 Männer und 3 Frauen, die ihr Studium im Bachelor of Science in Geomatik (BSc Geomatik) und 11 Studierende, die ihr Studium im Master of Science in Engineering MSE - Geomatics aufnehmen.
Aktuell studieren im Herbstsemester 2016 damit knapp 90 junge Menschen am IVGI!!

Wir heissen alle Studierenden (neu eingetreten oder weiter studierend) herzlich willkommen und wünschen einen guten Start ins Semester und viel Erfolg im Studium!

Alle Studierenden im Master of Engineering MSE in Geomatics am 19. September 2016
Der neue Leiter des IVGI S. Nebiker begrüsst beim Semesterstartapéro alle Studierenden am IVGI