Samstag, 24. Januar 2009

IVGI in SF Einstein: Solothurn 1830 in Google Earth

In der Wissenschaftssendung «Einstein» vom 29. Januar 2009 (21:00 auf SF 1) wurde ein Beitrag über das Projekt "Solothurn 1830 in Google Earth" unseres Instituts ausgestrahlt.

Die Abschlussklasse 2008 des Bachelor-Studiengangs in Geomatik an der FHNW hat im Blockkurs "3D-Rekonstruktion" das historische Stadtmodell im Museum Blumenstein detailgetreu digitalisiert und für Google Earth aufbereitet. Nach dem antiken Rom ist "Solothurn 1830" eines der weltweit ersten historischen 3D-Stadtmodelle in Google Earth.

Hier gehts direkt zur Einstiegsseite zur Betrachtung und Erkundung der 3D-Szene Solothurn 1830 in Google Earth. Viel Spass!

Weitere Informationen: Stephan Nebiker oder Andreas Barmettler

Dienstag, 13. Januar 2009

Pilot-Projekt: Gymnasiasten erfassen Geodaten

In Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Dr. D. Opferkuch und seiner Geographie-Klasse am Wirtschaftsgymnasium Basel konnte in den vergangenen zwei Monaten das Projekt "Schüler erfassen Geodaten" als Pilot durchgeführt werden. Während einer Einführung in die Thematik der Geodatenerfassung mit GPS wurde den Schülern das Rüstzeug zur anschliessenden selbständigen Arbeit mitgegeben. Als Hilfsmittel konnte das IVGI die PDAs zur mobilen Geodatenerfassung inklusive eigen entwickelter GeoDataSnapper-Software zur Verfügung stellen. Während drei Doppellektionen erhoben die Schüler im Grossteil des Gellertquartiers Basel die Geodaten für die Projekte OpenAddresses und OpenStreetMap.

Bilder: Ausschnitt aus dem Bearbeitungsperimeter mit den erfassten geokodierten Adressen für das Projekt OpenAddresses und Bluetooth-GPS-Empfänger und PDA mit GeoDataSnapper-Software

Damit konnten mehrere Ziele gleichzeitig erfüllt werden:
Die Schüler . . .
  • . . . sammelten Erfahrungen im Umgang mit der Satellitennavigationstechnik GPS.
  • . . . wurden mit modernen Webtechnologien vertraut gemacht und nützten diese.
  • . . . beschäftigten sich mit geografischen Daten. Sie erkannten deren Wert, den Aufwand der Erhebung, die Schwierigkeit in der Definition und räumlichen Abgrenzung und lernten mögliche Einsatzbereiche kennen.
  • . . . leisteten einen Beitrag zu konkreten OpenGeoData-Projekten und erhielten dadurch Einblick in die Geoinformations-Branche. Die Projektarbeit war keine "Laborübung" sondern eine Partizipation an echten, teilweise globalen Projekten.
Den Projektabschlusse bildete ein gemeinsames Treffen, anlässlich dessen sich die Beteiligten über positive und gewinnbringende Aspekte aber auch künftige Verbesserungen austauschten. Abgerundet wurde der Anlass mit einem Rundgang durchs Institut, wo die Klasse ein wenig Fachhochschul-Luft schnuppern konnte.
Bild: Herrn Prof. Dr. D. Opferkuch mit einem Teil der beteiligten Geographie-Klasse vom Wirtschaftsgymnasium Basel

Das IVGI ist bestrebt, weitere solche oder ähnliche Projekte mit anderen Schulklassen in der Schweiz durchzuführen. Dazu wird das nötige Equipment und auf Wunsch auch die nötigen Lernunterlagen oder vor Ort Begleitung zur Verfügung gestellt. Damit wird den Schülern ein praxisorientierten Bezug zur Geoinformation und Messtechnik ermöglicht und ihr Interesse an räumlichen Fragestellungen wird geweckt.

Interessierte melden sich bitte bei hansjoerg.stark at fhnw.ch oder lukas.baehler at fhnw.ch

Montag, 12. Januar 2009

ein jahr … mit Michael Schrattner

Im spezial.bildung der Basler Zeitung (BaZ) wird im Jahr 2009 Michael Schrattner, Studierender im Bachelorstudiengang Geomatik am IVGI alle vier Wochen jeweils montags aus seinem Studienalltag an unserem Institut berichten. Der erste Beitrag erschien am 12. Januar 2009. Die aktuellen Beiträge werden jeweils hier in den IVGI-News zu lesen sein.

Donnerstag, 8. Januar 2009

Kolloquium "Neue Instrumentenentwicklung für hochpräzise Astro-Geodätische Messungen an der ETH Zürich"

Im Rahmen der Herbst-Kolloquium Vortragsreihe des Instituts Vermessung und Geoinformation waren am Donnerstag 8. Januar 2009 Dr. Beat Bürki und Sébastien Guillaume zu Gast, die uns in die neusten Instrumentenentwicklungen für hochpräzise Astro-Geodätische Messungen an der ETH Zürich einführten. Gerade die astronomische Geodäsie wird heute immer mehr zu einer Nischenanwendung innerhalb des immer breiter werdenden Fachbereichs der Geomatik. Nach wie vor werden aber Astro-Geodätische Messungen und -Ansätze für die Lösung wichtiger Aufgabenstellungen in der modernen Landesvermessung benötigt. Mit Hilfe dieser Messmethoden können zum einen Lotrichtungen im Erdschwerefeld wie auch astronomische Azimute bestimmt werden. Die ermittelten Lotrichtungen werden unter anderem für die hochpräzise Geoidbestimmung eingesetzt. Gerade die Kenntnis des Geoids hat im Zeitalter der globalen Satellitengestützten Navigationssysteme (GNSS) stark an Bedeutung gewonnen. So wird das Geoid beispielsweise benötigt um entsprechende mit GPS ermittelte Höhen in unser gebräuchliches Höhensystem zu transformieren. Die Bestimmung der astronomischen Messgrössen kann mit unterschiedlichen Verfahren und Instrumenten erfolgen. Im ersten Teil führte uns Beat Bürki in die Entwicklung und das Funktionsprinzip des Zenitkamerasystems 'DIADEM' ein mit welchem hochpräzise Lotrichtungen bestimmt werden können. Dieses Messsystem wird speziell für wissenschaftliche Zwecke an der ETH Zürich entwickelt und eingesetzt. Im zweiten Teil präsentierte uns Sébastien Guillaume das System 'DEADALUS' bei welchem ein bestehender Tachymeter mit einer digitalen Kamera erweitert wird. In Kombination mit einer speziellen Software können nun vollautomatisch Sternbeobachtungen registriert und daraus Lotrichtungen sowie astronomische Azimute abgeleitet werden. Dieses System erreicht nicht die Genauigkeiten der Zenitkamera, lässt sich jedoch im Vergleich kostengünstig anschaffen und ist sehr mobil einsetzbar. Zum Abschluss wurden verschiedene interessante Messkampagnen und Projekte vorgestellt.