Montag, 8. Dezember 2014

Zukunftstag 2014 am IVGI

Zukunftstag 2014 - Informatikerin oder Geomatikerin lernen? 'Ja, weil es Spass macht!'
Über 40 Kinder der 5.-7. Schulklasse haben am diesjährigen Zukunfstag 2014 an der FHNW in Muttenz  'Boote im Wasserkanal versenkt', 'Schildkröten programmiert', 'statisch geprüfte' Papierbrücken gebaut und zur Abwechslung Lärm 'nur' kartiert. Die drei in Muttenz angebotenen Spezialprogramme 'Mädchen-Technik-los' (HLS), 'Mädchen-Bauen-los' (HABG, IBau) und 'Mädchen-Informatik-los' (HABG, IVGI) waren allesamt ausgebucht.
Den Mädchen im Programm „Mädchen-Informatik-los“ wurde am Morgen mit Anwendungen zum „selber Ausprobieren“ die Themen- und Projektpalette der Lehre und Forschung in Geoinformatik am IVGI präsentiert. Danach wurde mit einem Themenblock zur Lärmbelastung, zu GNSS und zum mobilen Internet auf eine Messkampagne rund um die FHNW vorbereitet. Draussen konnten die Mädchen dann mit Smartphones dB-Werte messen und mit der IVGI-Lärmapp kartieren. Gleichzeitig trackten die Messgruppen ihre Bewegungen mit einem GPS-Empfänger. Die Resultate – eine Lärmkarte der Fachhochschulumgebung und eine Dichtekarte der Bewegungen– wurden nach dem gemeinsamen Einlesen und Hochladen der Daten im Schulzimmer diskutiert.


'Mädchen-Informatik-los' am IVGI
Auch die Programmierung hat bei den Mädchen einen bleibenden Eindruck hinterlassen und  die Teilnehmerinnen des Informatik-Workshops waren bis zum Ende voll Elan dabei, obwohl es ein langer Tag war. In den Rückmeldungen gab die  Mehrzahl der Mädchen dann an, dass sie es sich vorstellen können, im Informatik-/Geomatikbereich einen Beruf zu ergreifen - weil Programmieren Spass macht!


Vollste Konzentration bis zum Schluss - Teilnehmerinnen beim Programmieren
Auch für die Kinder der FH-Mitarbeitenden wurde am Zukunftstag ein eigenes Spezialprogramm geboten. So konnten die Jungs im Privatunterricht Vermessungsgeräte studieren, wurden von Laser gescannt oder haben den Studierenden bei der Aerotriangulation geholfen - alles an einem Tag!

Zukunftstag 'Special-guests' am IVGI
Beim abschliessenden Apéro durften die Kinder dann ihren Eltern stolz ihre programmierten Kunstwerke und die selbst erfasste Lärmkarte erklären. Viele freudig leuchtende, aber auch müde Kinderaugen nach einem erlebnisreichen und spannenden Tag.
Ganz herzlichen Dank an alle Beteiligten und Workshopleitenden - es war ein super Tag!



   

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Future-Technology-Workshop


Im fünften Semester des Bachelor Studiengangs besuchen die Studierenden das Modul „Geomatik-Seminar“. Im Rahmen dieses Moduls absolvierte die Klasse G2012 ein Future-Technology Seminar in Zusammenarbeit mit Leica Geosystems AG.


Arbeit in kleinen Gruppen
Die nach verschiedenen Themenbereichen aufgeteilten Studierenden, arbeiteten an der Fragestellung, wie im Jahr 2025 vermessen wird bzw. wie die „Vermessungswelt“ dann aussehen könnte. Jene Ideen und Vorstellungen wurden in Form von Input-Referaten als Grundlage für die intensive Vertiefung am eigentlichen Abschlussworkshop präsentiert.

zweitägiger Abschlussworkshop im Kloster Fischingen
Dieser Workshop dauerte zwei Tage und wurde im Kloster Fischingen durchgeführt. Auf Grund der Input-Referate der Gruppen und Fachleute der Leica Geosystems zu den spezifischen Themenbereiche, wurden die Ideen und Visionen diskutiert, verfeinert, ergänzt und zum Schluss präsentiert - aufmerksame Zuhörer waren neben Studierenden des G2012 und Dozierende und Wissenschaftliche Mitarbeitende des IVGI, Produktverantwortliche und der Executive Vice President von Leica Geosystems sowie der CTO und der CEO von Hexagon Geosystems!

Gruppenbild mit CEO

Die Zeit in Fischingen forderte den ideenreichen und visionären Geist beträchtlich. Dementsprechend war das Rahmenprogramm Ideenerbringend ausgearbeitet. Die guten „z’Nünis“ und „z’Vieris“, sowie die Klosterführung und insbesondere der gesellige Abend förderten diese zukunftsorientierte Denkweise.
Nach zwei intensiven Tagen blicken die Studierenden auf einen erfolgreichen und interessanten Workshop in der schönen Unterkunft des Klosters Fischingen zurück. Sie bedanken sich herzlich bei den übrigen Workshop Teilnehmern, dem IVGI sowie der Leica Geosystems AG.

Mittwoch, 26. November 2014

Herbstzeit ist Geomatik News Zeit


Geomatik-News im Technopark (© Leica)















Herbstzeit ist bei Leica Geosystems wieder Geomatik News Zeit. Und so waren auch wir wieder vor Ort.

Dieses Jahr fanden die Leica Geomatik News am 21. November im Technopark in Zürich statt (http://www.leica-geosystems.ch/de/GEOMATIK-News-Technopark-2014_106029.htm).
Ein Programm aus spannenden Vorträgen aus der Praxis, Ausbildung und Politik sowie Technologiedemonstrationen von verschiedenen Branchenexponenten erwartete die Besucher. Es gab  Beiträge zu den neusten Entwicklungen von Leica Geosystems im Bereich Tachymetrie und Laserscanning (MS50 und ScanStation), Drohnenbefliegung von Hochspannungsleitungen (Alpiq) und nationalpolitische Themen (NR Hans Grunder).

Augmented Maps App aus dem Forschungsprojekt GeoAR














Wir vom IVGI waren mit einem Stand vertreten um unseren Bachelor-  und Masterstudiengang zu bewerben. Im Bereich Forschungsaktivitäten hatten wir eine Prototyp-Applikation des Forschungsprojektes GeoAR im Gepäck das bei den Besuchern für reges Interesse an unseren Forschungsaktivitäten sorgte. Gezeigt wurde die Smartphone App "Augmented-Maps" bei dem mittels Augmented Reality Schweizer Landeskarten durch die Überlagerung von texturierten 3d Höhenmodellen erweitert bzw. augmentiert werden können.

Der Anlass war eine gute  Gelegenheit sich mit vielen bekannten Gesichtern wieder einmal auszutauschen und neuste Bestrebungen in den verschiedenen Bereichen der Geomatik zu entdecken.

Montag, 24. November 2014

Tecday in Urdorf

Schülerin beim Erfassen

Auch dieses Jahr hat sich das Institut Vermessung und Geoinformation (IVGI) der FHNW im Rahmen der TecDay-Veranstaltungen engagiert, die von der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften organisiert werden. TecDays finden jedes Jahr an verschiedenen Schweizer Gymnasien statt: Einen Tag lang vermitteln Experten anhand alltagsnaher Themen technisches Wissen aus ihrem Fachgebiet und fördern oder wecken so das Interesse der Schülerinnen und Schüler für die technisch-naturwissenschaftliche Bildung.
Am 4. November hatten die Schüler der Kantonsschule Limmattal am TecDay in Urdorf die Gelegenheit mit ihren Smartphones als Sensoren und der IVGI-Lärmapp den Schallpegel in der Schulhausumgebung zu messen und zu kartieren. Das IVGI sensibilisiert die Schülerinnen und Schüler mit diesem Modul rund um das Thema Lärm einerseits für ein Umweltproblem, dem noch relativ wenig Beachtung geschenkt wird, und vermittelt andererseits auf anschauliche und praktische Weise geoinformationstechnologische Inhalte. In 90 Minuten wurden die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen dauernder Lärmbelastung thematisiert und Fragen wie: Woher weiss mein Smartphone wo ich bin? Wieso funktioniert die Geolokalisierung im Schulzimmer schlechter? Und wie hilft die Geomatik sinnvolle Massnahmen gegen die Lärmbelastung zu treffen und zu überprüfen? Im praktischen Teil des Moduls gingen die Schüler selbst mit ihren Smartphones als Sensoren auf eine kleine Lärmmesskampagne rund um ihr Schulhaus. Das Resultat, die Lärmkarte aus der IVGI-Lärmapp (Bild), zeigt, wo es um die Kanti Limmattal still ist und wo es laut zu und her geht.

Lärmkarte um Kanti Limmattal
 Auch wenn trotz der Erfahrungen am TecDay nicht alle Teilnehmer/innen Ingenieurinnen und Ingenieure werden möchten – der kurze Ausflug in die Welt der Geomatik regte alle zum Nachdenken an über die Lärmproblematik und über die Bedeutung der Technik bei der Lösung gegenwärtiger Herausforderungen.

Donnerstag, 20. November 2014

Seminar Geodäsie & BIM in Dresden

Frauenkirche, Dresden
Im Rahmen ihrer Masterthesis zum Thema Building Information Modeling (BIM) wurden Stefan Blaser und Markus Kiefer zum Seminar „Geodäsie & BIM“ am 13. November nach Dresden eingeladen. Die Tagung fand in kleinem Rahmen an der HTW Dresden statt, einer Partnerhochschule der FHNW Muttenz und wurde von Prof. Dr. Clemen moderiert.
Der BIM Ansatz steht für die Anreicherung und Modellierung von Informationen für Bauteile von Gebäuden. Damit kann die Kollaboration der Projektbeteiligten verbessert werden und umfangreichere Analysen werden möglich. BIM entwickelt sich zu einem Schlüsselkonzept in der Planungs-, Architektur- und Baubranche und wird diese entscheidend prägen.


Spannende Vorträge im Seminar
Die Vorträge waren systematisch geordnet und logisch aufgebaut. Nach einer Einführung in die Grundlagen von BIM folgten praktische Anwendungen und Produktelösungen von Firmen. Dabei hielten sich praktische und akademische Beiträge die Waage.
Bernd Ketzer vom Vermessungsbüro Hartmut Zoll aus Berlin zeigte sehr detailliert die Auswirkungen auf die Arbeitsprozesse durch den Einsatz von BIM in einem mittelgrossen Betrieb. Dabei hob er insbesondere die nun gewonnene erhöhte Flexibilität hervor, thematisierte aber auch die anspruchsvolle Umsetzung unter Einbezug von Experten.
Das Seminar war ausgezeichnet organisiert und wurde durch die üppige Verpflegung abgerundet.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

IVGI-Studierende an der 5. KonGeoS in Bochum


Acht Studierende des IVGI aus dem 3. und 5. Semesters des Bachelorstudiengangs nahmen an der 5. KonGeoS teil. Diese fand vom 16. bis 19. Oktober in Bochum statt. Die Konferenz der Geodäsiestudierenden besteht aus 20 Fachhochschulen, Hochschulen und Universitäten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zweimal jährlich findet ein Treffen statt. Im Zentrum steht dabei der hochschulübergreifende Austausch der Studierenden.

Teilnehmer der KonGeoS in Bochum
Hinten (v.l.n.r.) Pascal Stucki, Jonathan Senn, Céline Amstalden, Matthias Wobmann, Markus Fehr
Vorne (v.l.n.r) Philipp Meyer, Daniel Rettenmund, Michael Schäfer


In Arbeitsgruppen werden jeweils Themen zur Nachwuchsförderung, Öffentlichkeitsarbeit, Kontakt mit Fachverbänden, Unterschiede und Gemeinsamkeiten des Studiums und aktuelle Projekt des Vereins diskutiert. Daneben ist das Programm mit interessanten Fachvorträgen bestückt. Durch Exkursionen in die Stadt Bochum lernen die Teilnehmer die Gastgeberstadt etwas besser kennen. Das Besuchen des Planetariums oder das Erkunden des Stadtparks mittels Geocaching-Tour standen dieses Mal unter anderem zur Auswahl. Fachliche Exkursionen erlaubten Einblicke in die Überwachungsmessung des Ruhrstadions, Tätigkeiten des Geothermie-Zentrums oder die Arbeit des Vermessungskatasteramtes.


Überwachungsmessung Ruhrstadion

Das nächste Treffen findet vom 4. - 7. Juni in Bonn statt. Die Studierenden der Universität Bonn stecken bereits mitten in den Vorbereitungen und werden wieder eine tolle Veranstaltung auf die Beine stellen.
www.kongeos.de

Freitag, 17. Oktober 2014

Geomatik Herbst Kolloquium: "Geodätisches Datum unter Tage eine Konstante über Zeit und Raum?"

Über 50 Studierende und Mitarbeitende des Instituts und wenige Gäste aus der Praxis verfolgten am 30. September den interessanten und anschaulichen Vortrag von Dr. Dante Salvini (BSF Swissphoto AG). Nach einer kurzen Vorstellung des Bauwerkes "NEAT Gotthard-Basistunnel", der Vermessungsorganisation und der geodätischen Rahmenbedingungen erläuterte der Referent die technisch-zeitlichen Vorgaben und Meilensteine, den aktuellen Baufortschritt und die Phasen der Vermessungsarbeiten: 1. Aufbau und Ausgleichung des Grundlagennetzes, 2. Geodätische Vortriebssteuerung und -kontrolle, 3. Erstellung der Fixpunkte für die Gleisversicherung sowie 4. Massnahmen zur Steigerung der Qualität und Zuverlässigkeit.
Der Innenausbau der Tunnel erfolgte vor dem Abschluss des Vortriebs und somit vor dem letzten Durchschlag. Die Bauunternehmen waren nun nicht daran interessiert, nach jeder Vortriebskontrolle neue Koordinaten zu erhalten; deshalb fanden die Bauherrenvermesser einen eleganten Weg, die (aus stochastischen Gründen wechselnden) Koordinaten der Vortriebshauptpunkte zu fixieren. Die verbleibenden kleinen Zwänge zwischen diesen fixierten Punkten und dem Grundlagennetz wurden mittels stochastischer Lagerung und frei gegebener Massstäbe ausgeglättet.
Zur abschliessenden Dokumentation der Vermessungsarbeiten wurden ein Gesamtnetz mit allen 41'616 Messwerten in Varianten ausgeglichen und Residuenpläne erstellt.
In seinen Schlussfolgerungen betonte der Referent folgende wichtigen Punkte: Das Grundlagennetz ist sorgfältig zu planen, wiederholt und unabhängig zu überprüfen und mit seiner Einpassung in die Landesvermessung minutiös zu dokumentieren. Der Distanzmessung ist gleiche Sorgfalt wie der Richtungsmessung zu schenken und die Massstäbe der Distanzmessgeräte sind regelmässig auf ihre Übereinstimmung mit dem Werkkoordinatensystem zu überprüfen.

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Diplomfeier 2014 an der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik


Absolvierende des ‚BSC in Geomatik FHNW 2014’
Am 25. September 2014 wurden in einer Abschlussfeier aller Studiengänge der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW in der  Elisabethenkirche in Basel die Bachelor- und Master-Diplome an die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen überreicht. Prof. Dr. Ursula Renold, Leiterin Forschungsbereich Bildungssysteme, KOF Konjunkturforschungsstelle an der ETH Zürich und Präsidentin des Fachhochschulrates der FHNW gab aus ihrem reichen beruflichen Erfahrungsschatz den Absolvierenden vier wichtige Leitlinien mit zum Start ins erfolgreiche Berufsleben.  Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Trio 'Jazzinteam'.

Im Studiengang 'Bachelor of Science in Geomatik FHNW' erhielten in diesem Jahr die folgende Studierenden ihre  Diplome: Samuel Abächerli, Daniel Bader, David Däppen,
Sandro Gassmann, Lukas Hurni, Marco Jappert, Selina Leubin, Stefan Meyenberg, Gion Flurin Pfister, Jan Sterren, Noëmi Sturm,    Sabrina Vasi. Tobias Tuchschmid, Fadri Weber.

Im Studiengang 'MSE Master of Science in Engineering - Geoinformationstechnologie' schlossen die folgende Studierenden erfolgreich ab: Thomas Arpagaus, Marianne Deuber, Iris Marschall, Lukas Oertli.



'Frischgebackene' Master of Science in Engineering der HABG
Für besondere Leistungen wurden vier Absolvierende ausgezeichnet. Den Leica-Preis (sehr gute Studienleistungen und sehr gute Bachelor-Thesis) erhielt Herr David Däppen. Den Preis des sia Basel (gute und besonders innovative Bachelor-Thesis) erhielt Frau Selina Leubin. Für den besten Abschluss im Bachelor-Studiengang Geomatik FHNW wurde Herr Samuel Abächerli mit dem swissengineering-Award des STV-Zentralverbandes ausgezeichnet.

Frau Marianne Deuber wurde für ihren hervorragenden Abschluss des Masterstudiums in Geoinformationstechnologie (MSE-GIT) mit dem 'allnav AG Award' ausgezeichnet.


Montag, 29. September 2014

Lärmbelastung mit dem Smartphone erfassen- ein Projekt für Sekundarschulen


Lärmerfassung mit dem Smartphone
Das IVGI hat im Bereich der Sekundarschule ein neues Modul zum Thema Lärm im Bereich Umwelt entwickelt. Ziel dieser Lerneinheit ist es, die Schülerinnen und Schüler mit der Thematik Lärm vertraut zu machen. Dabei wird wiederum ein hoher praktischer Anteil den Themenbereich vertiefen. Konkret heisst dies, dass nach einer kurzen Einführung mit Hilfe von Smartphones und entsprechenden Apps, die u.a. auch am IVGI entwickelt wurden, Lärmdaten draussen erhoben und anschliessend in einer online Karte visualisiert werden. Die Beschreibung des Konzepts und unserer Apps, die wir erstellt haben, sind unter www.see--you.ch/decibel zu finden. Lehrkräften stellen wir auch eine Powerpoint-Datei für den theoretischen Teil zur Verfügung. Ein solches Schulprojekt kann völlig selbständig durchgeführt werden. Auf Wunsch unterstützen wir die Lehrkräfte aber auch vor Ort.
Anhand des Themas Lärm und der Erfassung vor Ort und anschliessender Visualisierung können einige Schlüsseltechnologien und Konzepte der Geomatik sehr praxisnah vermittelt werden: Wie funktioniert Satellitennavigation, dh. der GPS Chip im Handy? Wie funktionieren online Karten? Wie werden Daten visualisiert? usf. Damit wird den Schülerinnen und Schülern gezeigt, wie wichtig und omnipräsent Geomatik im Alltag ist.
Das Projekt wird u.a. an zwei TecDays (http://www.satw.ch/veranstaltungen/tecday) in Köniz und Uster im Herbst durchgeführt.

Mittwoch, 24. September 2014

Start Herbstsemester 2014 - BSc in Geomatik FHNW

Am Montag den 15. September 2014 begann im IVGI wieder der Studienalltag. Zum Start des Studiums konnten wir 14 neue Studierende im Bachelor of Science in Geomatik begrüssen. Zusammen mit den bereits seit dem Herbstsemester 2013 studierenden umfasst das G2014 17 Studierende – davon 3 Frauen.

Die Studierenden des "neuen" ersten Semesters

Nach der Umstellung des Curriculums im BSc Geomatik im Herbst 2013 wurde das damalige 3. Studiensemester vom 'Curriculum 2005' auf das umfassend revidierte  'Curriculum 2013' umge-stellt. Das 1. Semester startete mit dem 'Curriculum  2013' und das damalige 5. Semester wurde bis zum Studienende im August 2014 nach dem 'Curriculum  2005'  zum Diplom geführt. Mit Beginn des Herbstsemesters 2014 begann das Studium im 5. Studiensemester nun erstmals nach dem 'Curriculum 2013' (Prototypphase) mit den folgenden wesentlichen Neuerungen:
- Wahl von 2 aus 3 Vertiefungsprofilen  (Geodäsie/Ingenieurgeodäsie, Geoinformatik, GIS-Umwelt-Planung)
- Bearbeitung von geomatischen 'Randbereichsthemen' unter Einbezug von Spezialisten aus der Praxis
im'Geomatik-Seminar'
- themenzentrierte Blockprojekte in den jeweils vier letzten Semesterwochen

Die Modulstruktur des BSc-Studiengangs Geomatik

TQual: Erfolgreiche Messkampagne auf dem RhB-Netz



Ziel des "Quality Asset Managementsystem für die Meterspur (TQual)"-Projekts ist die Integration eines hochauflösenden Profillaserscanners in das bestehende stereobildbasierte Mobile Mapping System der Partnerfirma iNovitas AG. Mit der ersten erfolgreich absolvierten Messkampagne für die RhB wurde nun ein wichtiger Meilenstein erreicht.

Der Rail Track Scanner

Für die Erfassung der Gleisgeometrie wird der Rail Track Scanner (RTS), eine Neuentwicklung des Frauenhofer IPM in Freiburg i.Br., verwendet. Der spezielle optische Aufbau des Scanners erlaubt eine Montagehöhe von nur 1,2 Metern über dem Schienenkopf. Der Scanbereich beträgt ca. 1.70 m rechtwinklig zur Fahrtrichtung des Trägerfahrzeugs. Mit rund 800 Scanprofilen oder 2 Millionen Messpunkten pro Sekunde können die Schienen und die im Gleisbett vorhandene Infrastruktur, detailgetreu und hoch präzis dreidimensional erfasst werden.
Rail Track Scanner RTS

Die Messkampagne

Erstmals wurde der Rail Track Scanner in Kombination mit dem 3D-Bilddatenerfassungssystem der Firma iNovitas bei der Befahrung des kompletten Streckennetzes der Rhätischen Bahn (RhB) eingesetzt. Für die Befahrung des 384 Kilometer langen Streckennetzes der RhB wurde das System auf einem Baustellentraktor TM2/2 84 installiert. Bei der erfolgreichen viertägigen Befahrung wurde rund ein Terabyte Scandaten generiert.
Komplettes Messsystem mit 5 Bildsensoren und RTS Scanner auf Schienentraktor der RhB
Das Messystem im Einsatz auf der UNESCO Welterbe-Strecke St. Moritz-Tirano

Ausblick

Im weiteren Verlauf des des vom Forschungsfonds Aargau mit gefördertern TQual-Projekts werden Algorithmen entwickelt, welche aus den 3D-Punktwolken die für die Bahnbetreiber relevanten Gleisparameter (z.B. Überhöhung, Schienenkopfprofil etc.) bestimmen und diese direkt in die cloudbasierten infra3DRail 3D-Bilddienste integrieren.
 
3D-Punktwolke der Gleistrasse

Dienstag, 9. September 2014

Leichtathletik: Wurfweitenmessung vom IVGI


Das 36. „Grosse Meeting für die Kleinen“, organisierte vom Leichtathletik Club Basel, fand dieses Jahr am Sonntag, den 7.9.14 statt. An diesem Meeting, an dem über 600 Wettkämpferinnen und Wettkämpfer im Alter von 11-14 aus der ganzen Schweiz anreisten, werden professionelle Wettkampf-Bedingungen geboten; unter anderem eben auch eine vollelektronische Wurfweitenmessung.




Bereits zum 7. Mal zeichnete sich dafür eine Gruppe Studierender des IVGI (Samuel Hirsbrunner, Claudia Zbinden und Chantal Schild) verantwortlich und zwar in den Disziplinen Speer und Diskus. In Zusammenarbeit mit den Kampfrichtern des LCB und mithilfe der top neuen Messausrüstung MS50 des IVGI und der integrierten Software “Athletics“ von Leica Geosystems AG, wurden die Wurfweiten innert weniger Sekunden genau und zuverlässig bestimmt.

Dieser Anlass  wurde auch genutzt, um den Wettkämpferinnen und Wettkämpfern den Geomatik-Beruf etwas näher zu bringen, in dem man ihnen ermöglichte, unter kundiger Leitung während einer Wettkampfpause mit dem Tachymeter einfache Messungen durchzuführen. Das Angebot wurde rege benutzt und nebst den Berufs-Broschüren waren insbesondere die IVGI-Mässstäbli sehr begehrt.


Montag, 25. August 2014

Bachelorarbeit-Präsentationen - erfolgreiches GeoForum 2014

Ein kleines Jubiläum - das GeoForum am Institut Vermessung und Geoinformation fand dieses Jahr zum 15. Mal statt. Zum Abschluss ihres BSc Geomatik Studiengangs präsentierten 13 Studierende die Arbeiten und Resultate aus elf Bachelor-Arbeiten. Während 2 1/2 Stunden (inklusive einer Pause) wurde eine grosse Bandbreite an Themen den interessierten Zuhörern vorgestellt. Neben den ausgezeichneten fachlichen Einblicken in die jeweiligen Arbeiten wurde auch die eine oder andere Anekdote aus der Bearbeitungszeit eingeflochten - es ist eben nicht so einfach in einem Regensommer den Trockenstress von Golfrasen zu bestimmen.

Nach den Präsentationen in der Aula konnten Interessierte im 6. Stock die Posterausstellung und die diversen Demonstrationen der Arbeiten besuchen. Viele nutzten die Möglichkeit sich mit den Studierenden detailliert über die verschiedenen Arbeiten zu unterhalten. Daneben kam natürlich auch das Networking nicht zu kurz, das durch den von Intergraph offerierten Apéro bestens unterstützt wurde.

Die Kurz-Zusammenfassungen der Bachelor-Arbeiten sind auf der Institutswebseite verfügbar.
 

Effiziente hochaufgelöste 3D-Erfassung und –Modellierung des Schaffhauser Munots



Im Rahmen des diesjährigen 3D-Blockkurses des abschliessenden Bachelor-Studiengangs in Geomatik, wurde der monumentale Schaffhauser Munot zum ersten Mal hochaufgelöst dreidimensional erfasst, modelliert und visualisiert.

Abb. 1: Der Schaffhauser Munot (als texturierte 3D-Dreiecksvermaschung dargestellt).
Dazu wurden von den Studierenden je nach Aufnahmeobjekt, verschiedenste 3D-Aufnahmetechnologien und Auswerteverfahren verwendet, um innerhalb von nur zweieinhalb Mess- und fünf Auswertungstagen verschiedenste umfangreiche Endprodukte (u.a. 3D-Animationsfilme, Projektpläne, web-basierter Panoramarundgang) zu erstellen. Der Munot wurde dabei von aussen primär mittels Nadir- und Oblique-UAV-Aufnahmen erfasst, während die inneren Räume mittels scannenden Tachymetern und einem terrestrischen Laserscanner (TLS) texturiert aufgenommen wurden.

Abb. 2: Eine Auswahl der verwendeten Sensoren: eBee-Microdrohne von Sensefly, P20-Laserscanner und scannender MS50-Tachymeter von Leica.
Die Modellierung des Munots erfolgte indem mittels automatischer Bildorientierung und Dense Image Matching dichte, texturierte Punktwolken aus den Photogrammetrie Aufnahmen abgeleitet, die photogrammetrisch- und TLS-basierten Punktwolken über ein gemeinsames Fixpunktnetz fusioniert und letztlich texturierte 3D-Dreieckvermaschungen abgeleitet wurden. Zur Visualisierung des Munots wurden schlussendlich 3D-Animationsfilme der texturierten 3D-Dreiecksvermaschungen erstellt.


Abb. 3: Der Zugang zum östlichen Wehrgang als texturierte 3D-Dreiecksvermaschung dargestellt.
 Weitere Informationen zum diesjährigen Blockkurs und Details zur bildbasierten 3D-Modellierung des Munots folgen in der diesjährigen September-Ausgabe der Zeitschrift „Geomatik Schweiz“.